(22.11.2009) Als Kontrastprogramm zum sogenannten Festkommers der Burschenschaft Olympia in der Wiener Hofburg gab es am 21. November eine Demo und die "Wiener Lichter" beim Rathaus. Diese Aktion wurde unter anderem als Zeichen von Zivilcourage (von der SPÖ) beworben, obwohl es doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, seine Meinung (in gewisser Entfernung zum Veranstaltungsort) kundzutun.
Wien. Am Samstagabend wollen österreichische Studentenverbindungen in der Wiener Hofburg einen "Festkommers" feiern, darunter auch die rechtsextreme Burschenschaft "Olympia". Bei dem Treiben sollen die Medien aber draußen bleiben. Zu dem Ereignis werden auch deutsche Gäste erwartet; österreichische Neonazis werben für das laut Expertenmeinung " völkische Großereignis". Proteste außerhalb der Hofburg sind angekündigt.
Hamburg. Im Skandal um die Verhinderung einer Filmvorführung hat sich nun auch der Regisseur Claude Lanzmann zu Wort gemeldet. Noch nie sei weltweit die Vorführung seiner Filme verhindert worden, sagte der 83-Jährige gegenüber Spiegel online.
TICKER AntiBurschi Wochenende - Samstag 21. November
gestern Nacht um ca 01:30 Wurde der/die Gefangene wieder freigelassen. Indy entschuldigt sich für die lang verspätete Meldung.
22:33 Für die gefangene Person wird das Polizei Inspektorat Schottenring zuständig sein. Die Polizei verschwindet nun wieder.
21:57 Eine Person wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und/oder Körperverletzung festgnommen. Es steht noch nicht fest wohin die Person gebracht wird. Einen weitere Person sitzt schon in einer Bullenwanne.
Eine mehr oder weniger adäquate Erkläreung, warum AntifaschistInnen neulich das Büro vom „Rumol“ überfielen.
Am 17.11.09 ca. 70 AktivistInnen der moskauer Antifa-Bewegung überfielen das Büro der Organisation „Junges Russland“. AngreiferInnen meinen, dass die Organisation (auch „Rumol“ genannt) als „legales Dach“ für nationalistische Organisation „Russischer Image“ dient und beschuldigen den Leader von Rumol, den Duma-Abgeordneten der Fraktion „Geeinigtes Russland“ Maxim Mitschschenko nationalistischer Ansichten. Seine Sympathien für „Russischen Image“ hat Mitschschenko z.B.
Gestern fand die Demonstration gegen den Kommers der deutschnationalen Burschenschaften statt. Erfreulicherweise kamen selbst laut Polizeiangaben 500 Leute. Zahlreiche Kracher, die unter das Heldentor flogen, verdeutlichten ihr Anliegen. Nazis, die die Demo provozierten, lernten innerhalb weniger Sekunden auf 80 km/h zu beschleunigen, und erlebten am Rathausplatz noch einmal ihr "blaues" Wunder.
Mehrere Burschis verloren aus ungeklärter Ursache ihr Kapperl am Ring, wenige von ihnen trauten sich überhaupt, mit ihrem Kapperl aus der Hofburg zu gehen.
In und um Calais kommt es seit Monaten zu Übergriffen und Zerstörung von selbst errichteten Unterkünften von Migrant_innen. Zahlreiche Menschen werden dabei verhaftet und ihr gesamtes Hab und Gut zerstört. Am 17. November 2009 wurde eine Siedlung in Dunkerque mit Bulldozern platt gewalzt und zahlreiche Migrant_innen verhaftet.
TICKER:
18:54: Die ersten Menschen treffen bei der U6 Station Gumpendorferstraße ein, noch kein Stress seitens der Polizei
19:00: Es werden immer mehr Menschen beim Demo Treffpunkt. Es gibt Berichte von einer Polizeisperre an der Ecke Wallgasse.
19:09: Bereits über 100 Menschen beim Demotreffpunkt. Transpis werden ausgepackt, bis zum Start der Demo wird es aber noch ein bisschen dauern.
19:16: Die Demo wächst rasch.
Rund 500 Personen demonstrierten Freitagabend (20. November) auf der Gumpendorfer Straße gegen das Treffen deutschnationaler Burschenschafter in der Bude der “Olympia!”. Dort fand ein Begrüßungsabend für die Teilnehmenden am für Samstagabend angekündigten Kommers in der Hofburg statt.
Am Freitag dem 20. November begeht die einschlägig bekannte akademische Burschenschaft Olympia im Rahmen ihres 150. Stiftungsfest eine Feier auf ihrer Bude in der Gumpendorferstraße. In der Vergangenheit tat sich dieser Männerbund immer als eine der rabiatesten völkischen und deutschnationalen Verbindungen in Wien und Österreich hervor. So sind immer wieder antisemitische Äußerungen der Olympia zu vernehmen, die beispielsweise das Festhalten am „Arierparagraphen“ nach 1945 dokumentieren.
Abgesehen davon, dass Frauen generell der Zugang zu den burschenschaftlichen Männerbünden verwehrt wird, äußert sich die Olympia darüberhinaus zur Rolle der Frau wie folgt: „Hast du […] eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause.“ (Gruppe AuA!)
Um den Schmiss-fressen keinen Raum zur Feier zu geben, findet deshalb heute um 19:00 (Treffpunkt, U6 Station Gumpendorferstraße) einen Demonstration mit wahrscheinlich massiven Polizei Aufgebot statt. Um die Burschenschaft Olympia wird es ein Platzverbot mit zahlreichen Straßensperren geben, seit den Mittagsstunden patrouilliert die Polizei in der Gumpendorferstraße. Aufpassen und Banden bilden!!
Am Samstag dem 21. November findet der Kommers des WKR in der Hofburg statt. Dieser wird unter anderem auch auf der neonazistischen Site alpen-donau beworben. Das völkische Großereignis stehe im Zeichen “der Gründung der deutschen Burschenschaft in Österreich. Weiters wird der 200. Wiederkehr der Volkserhebung in Tirol gegen Fremdherrschaft gedacht und den Friedensdiktaten die unserem Volk nach dem 1. Weltkrieg auferlegt wurden.” Die Neonazis legten auch einen Link zur rechtsextremen Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM), die das Kommersbüro beheimatet. Zudem zitiert man aus einer Aussendung Bruno Burchhardts, “Alter Herr” der Burschenschaft Olympia. Diese rechtsextreme Verbindung gründete sich ja anlässlich des 100. Geburtstages Schillers 1859 und lädt für den 20. November zum “Begrüßungsabend” auf ihre Bude.
Zum (…) gemeinsam mit dem FPÖ-Bildungsinstitut organisierten Symposium (am Samstag ab 14 Uhr) im Palais Palffy wurde u. a. Bernd Rabehl geladen: Der emeritierte Berliner Professor gilt als intellektuelles Aushängeschild der neonazistischen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), die er als “Sachverständiger”, Referent und “Ehrengast” zur Verfügung steht. (DÖW)
Als gegen Veranstaltung gibt es am Samstag, um 18:30 eine Demonstration vor der Uni-Rampe und zwischen 19:00 und 21:00 wird ein Lichtermeer hinter dem Rathaus versuchen die Burschis aus der Stadt zu strahlen.
Auch bei diesen beiden Veranstaltung ist mit massiven Polizei Aufgebot zu rechen. So wird am Samstag beinahe der ganze 1ste Bezirk rund um die Hofburg abgeriegelt. Auch die U3 Station, Herrengasse wird nicht benutzbar sein.
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