Demo + Hausbesetzung in Innsbruck

gepostet am 11. April 2008 - 19:15 von Freiraum FreundInnen

Liebe Leute!

Die Demo war fein, laut und groß (für Innsbrucker Verhältnisse)!!!
Ca. 300 bis 500 Menschen demostrierten gegen die Durchkapitalisierung aller unserer Lebensbereiche, die Vertreibung und Überwachung in der Innenstadt und für mehr selbstverwalteten Raum.

Der Start verzögerte sich aufgrund einiger anwesender Rechtsextremisten (Pilgermaier, seine RFJ Fraktion und NSBM Idioten). Sie wurden jedoch erfolgreich weggeschumpfen und die Demo setzte ihre Route durch die Innenstadt fort.

Im Anschluss an die Demonstration wurde die Talstation der alten Hungerburgbahn besetzt, ein nettes altes Haus mit viel Potenzial das wir nicht verfallen lassen!

Hier die Presseaussendung:

Heute am frühen Abend wurde nach einer friedlichen Demonstration, in welcher soziale und kulturelle Freiräume abseits kapitalistischer Verwertungslogiken gefordert wurden, die Talstation der alten Hungerburgbahn besetzt.

Die Gründe für die Besetzung liegen zum Einen in der Unzufriedenheit darüber, wie Innsbrucks Stadtregierung (besonders aber unsere Hilde) über die Köpfe der BewohnerINNen hinweg entscheidet und sich mehr den TouristINNen als den BewohnerINNen dieser Stadt gegenüber verantwortlich fühlt. Konkret sind hier die Vertreibung (hauptsächlich Jugendlicher) unter anderem aus dem Hofgarten, vor dem Landesmuseum und aus der Maria-Theresien-Straße (und die Entfernung der Sitzmöbel) gemeint, die Vertreibung aus der pittoresken Innenstadt, in der nicht Konsumierende einfach nicht sein sollen, nicht in das schöne Bild der „Weltstadt“ passen. Dass die Mieten in dieser Stadt immer abenteuerlichere Höhen erreichen, die Menschen immer mehr arbeiten müssen, um sich allein das Wohnen (geschweige denn Anderes) leisten zu können, während die Stadt Innsbruck mit teuren Prunkbauten protzt und viele Gebäude aus Spekulationsgründen leerstehen.

Die Menschen haben das Gebäude besetzt aus dem Wunsch heraus, einen sozialen Treffpunkt abseits von Konsumzwang zu schaffen, sowie Platz für kulturelle Aktivitäten, freie Ateliers, Proberäume für MusikerInnen etc… und das Ganze frei, selbst gestaltet, autonom, unabhängig und vor allem politisch selbstbestimmt. Und nicht nur hier in Innsbruck äußert sich die Unzufriedenheit am derzeitigen uns beherrschenden Gesellschaftssystem – auch in anderen österreichischen und europäischen Städten wurden Häuser besetzt und demonstriert.

Nähere Infos folgen natürlich bald!

Wer kann und Lust hat ist eingeladen vorbeizukommen!

SOLIDARISCHE LAUTE GRÜSSE AN EUCH ALLE!!!

Eure Freiraum FreundInnen

Ergänzungen

Rfj

Der RFJ macht morgen eine Grössere Aktion in Innsbruck viell sollten da einige von uns vorbeischaun :-)

...leider musste das

...leider musste das Gebäude zwischen 2 und 3 Uhr früh geräumt werden... mehr Infos später...

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