Wir empfehlen aus Sicherheitsgruenden die Verwendung von https statt http! [Naehere Erlaeuterung]

++++ Newsticker zu den internationalen Squatting Days ++++

Features

Date

11.4.2008., 15:05

Updated

29.4.2008., 22:24


Für 11. und 12. April 2008 wurde zu internationalen, dezentralen Aktionstagen für Besetzungen und autonome Räume aufgerufen, siehe Räume befreien! Aktionstage für Besetzung und Freiraum [11./ 12. April]. An zahlreichen Orten fanden Aktionen statt. U.a. in Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien. In Graz dauerte die Besetzung bis zum 19. April 2008. Im folgenden findet ihr einen Zusammenfassung der Aktionen in diesen Städten. Weiterlesen...
Gesammelte Informationen aller Aktionen von den Squat Action Days finden sich (in verschiedenen Sprachen) auf april2008.squat.net.

English summaries from the Decentralized Days of Action for Squats and Autonomous Spaces in Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg and Vienna from April 11 and April 12. Reports from all actions worldwide: april2008.squat.net

Newsticker Freitag | Samstag | Sonntag | Linksammlung | SquatActionRadio - Audioberichte | kanalB Videoclips


+++ Zusammenfassung vom Freitag, 11. April +++

Die Aktionstage für Freiraum und Besetzung haben grandios begonnen. In Innsbruck [Bericht] und Wien [Bericht I + II | Bilder] kam es zu Demonstrationen mit anschließenden Besetzungen, dabei stand in Wien die prekäre Situation der Wagenburg [Audio]in Mittelpunkt. In Graz wurde wieder ein Haus besetzt [Bericht | Bilder] und es gibt bereits ein Programm. Die Schließung des Jugendzentrum Mark in Salzburg hat die Squatdays zum Anlass genommen, um mit Aktionen die Forderung nach offenen und autonomen Zentren in die Öffentlichkeit zu bringen [Bericht]. In Linz wurde das Squat "Luise" von einige AktivistInnen mit einer Party eröffnet. Mehr im Newsticker vom Freitag.

+++ Zusammenfassung vom Samstag, 12. April +++

Am Samstag dem 12. April wurde der Nachmittag in Wien mit einer fröhlichen Straßenbahnparty [fotos]in der Innenstadt begonnen. Rund 100 Personen haben sich an dieser öffentlichkeits-wirksamen Aktion beteiligt. Am Abend wurde schließlich auch in Wien ein Haus [Communiqué | English ] besetzt. In der Spitalgasse 11 wird dieser neu gewonnene Freiraum derzeit mit diversen kreativen und politischen Aktivitäten gefüllt.
In Salzburg wurde vor dem Festspielhaus lautstark und basslastig für ein freies Kulturzentrum demonstriert.
In Graz und Linz wurde weiterhin besetzt.
Die Besetzung in Innsbruck wurde am Samstag zwischen 2:00 und 3:00 Uhr Morgens beendet.
Eine Chronologie der Ereignisse befindet sich im Newsticker vom Samstag.
Eine Zusammenfassung auf englisch findet sich hier.
Siehe auch die Infos von den einzelnen Aktionen auf freiraum.at.tt

+++ Zusammenfassung vom Sonntag, 13. April +++

Das Projekt „A-Z“ in der Annenstraße 3 in Graz ist nach wie vor besetzt. Es gibt ein umfangreiches Kulturprogramm, die Stimmung ist gut und es wird geputzt. Für Montag sind StadtpolitikerInnen zu Gesprächen eingeladen worden.
In der Lousie in Linz gab es in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Kulturprogramm mit Lesungen und Diskussionen. Die AktivistInnen wollten mit der Besetzung einen Kontrapunkt zur immer mehr angepassten Kultur setzten. Am Morgen um 10:00 verließen sie das Haus ohne weitere Zwischenfälle und beendeten ihre Aktionen mit einer Volxküche in der Innenstadt.
In Wien wurde die Nacht von Samstag auf Sonntag gefeiert. Für 13.00 Uhr war ein Treffen mit EigentümerInnen, VertreterInnen von Stadt und Behörden anberaumt. Die Gespräche waren allesamt sehr kurz und blieben ohne jegliches Ergebnis. Irgendwann im Laufe des Nachmittages hieß es, die Polizei hätte den Eigentümer ausfindig gemacht und dieser würde kommen, dann wurde wieder gesagt, er würde nicht kommen, weil er "Angst" hätte. Nach langem hin und her und ohne jegliche Bereitschaft der Behörden, auf die Forderungen der BesetzerInnen einzugehen, sammelten sich immer mehr PolizistInnen in der Nähe des Hauses, außerdem fanden sich mehrere Rettungswägen, Katastrophenfahrzeug und Löschfahrzeuge der Feuerwehr ein.
Die Polizei verhielt sich die ganze Zeit sehr unkooperativ und kündigte um 19:00 Uhr eine Räumung an, von der sich die BestzerInnen nicht imponieren ließen und Entschlossenheit in der Besetzung zeigten. Um 19:30 begann die Polizei mit dem Einsatz (+ einem Hubschraubrer mit Scheinwerfer). Vor dem Haus bildete sich eine Sitz und Stehblockade von über Hundert Personen, sowie ebensoviel ausserhalb des Kessels, im Haus hatten sich an die 70 Personen verbarrikadiert. Die Polizei ging bei der Räumung teilweise hart vor, so das es zu leichten Verletzungen kam. Insgesamt kam es zu 125 Identitätsfeststellungen, davon 46 Leute. Lediglich eine Person wurde festgenommen. Nach einer Hindernisvollen Räumung für die Polizei endete diese ca. um 00:00 Uhr (soviel Widerstand hätte sich niemand gedacht). Eine grössere Gruppe bildete eine Solidaritätsdemonstration, die zur Polizeistation im 8. Bezirk ging, diese kurzfristig besetzte und danach davor laustark die Freilassung des Inhaftierten forderte. Um 1:40 kam dann schließlich der Gefangene frei und die AktivistInnen traten in Form eine jubelnden Spontandemo den Heimweg an.
Chronologische Berichte von den einzelnen Besetzungen und der Räumung der Spitalgasse 11 im Newsticker vom Sonntag und im Newsticker auf freiraum.at.tt.
Video bei kanalB

+++ Zusammenfassung von Montag, 14. April - Freitag 18. April +++

Am Dienstag, 15. April, gibt es ein Angebot der EingentümerIn BeWo, einer Immobilienfirma, an die HausbesetzerInnen, dass sie das Haus auf Betriebskostenbasis 30 Tage lang für ihre kulturellen, politischen und Wohn-Projekte nutzen können. Die BesetzerInnen haben das Angebot angenommen (siehe Presseaussendung).

Im LiveStream von Radio Helsinkie wurde laufend über die Besetzung und die Räumung berichtet. Weitere chronologische Berichte im Newsticker von freiraum.at.tt

Am Mittwoch, 16. April kann sich ein Vertreter der Eigentümerin nicht mehr an die Abmachung erinnern und stellt unerfüllbare Forderungen, bei deren Nichterhaltung das Haus verlassen werden müsste. (siehe Info). Das Projekt A-Z in der Annenstraße 3 in Graz ist von Räumung bedroht!

In einer Aussendung vom Donnerstag, 17. April teilen die BesetzerInnen mit, dass das Haus in der Annenstraße 3 höchstwahrscheinlich noch am Nachmittag geräumt wird. In einer Aussendung heisst es: Vor kurzem ist den Besetzer_innen die Information zugekommen, dass der Räumungsbefehl seit heute Mittag eingelangt ist und die Polizei das Haus jederzeit räumen kann. Der Polizeichef Lecker hatte das Ultimatum gestellt, bis 1 Uhr das Haus freiwillig zu verlassen.

Zum Freitag, 18. April in Graz siehe Eine Woche Projekt A-Z.

In Wien fand in den Morgenstunden des 18. April eine Aktion der KommunikationsGuerillia, in der die AktivistInnen die Falschmeldungen zur Besetzung in Wien korrigierten.
Am Nachmittag tanzten mehrere hundert Leute im Rahmen einer Freeparty unter dem Motto "Wir fordern Raum" am Heldenplatz. Zwischendurch kam das jeden dritten Freitag im Monat stattfindende Critcal Mass vorbei, an dem sich dieses mal ca. 300 RadlerInnen inc. Band beteiligten.

+++ Newsticker, Samstag 19. April +++

01:51 Die ersten Polizeiwägen ziehen ab. Das Projekt A-Z in Graz schein geräumt.
01:46 JournalistInnen dürfen teilweise nichteinmal in die Nähe des Hauses.
01:37 Es werden immer noch Leute aus dem Haus getragen.
01:28 Das Haus wird geräumt doch die Stimmung ist kämpferische! Bis jetzt gab es noch keine Verhaftungen.
01:21 Die letzten Leute werden gerade aus dem Haus getragen!
1:13 Die Cops brechen gerade die Eisnetür auf und c.a.: 60 Menschen haben sich hinter der Polizeiabsperrung versammelt.
01:03 Die Sitzblockade ist mittlerweile komplett geräumt. Von den BesetzerInnen werden die Personalien aufgenommen und es wird Ihnen Sachbeschädigung vorgeworfen. Außerdem geht die Polizei äußerst brutal gegen die BesetzerInnen vor und gibt keine Dienstnummern bekannt.
00:46 Ein Sitzblockade beginnt in Graz das Haus von außen zu blockieren. Über das Dach sind die PolizistInnen jedoch schon in das Haus eingedrungen, und sind höchst wahrscheinlich bereits im 3. Stock.
00:28 In Graz steht die Räumung des Projektes A-Z (Annenstraße 3) unmittelbar bevor mittlerweile sind PolizistInnen in das Nachbarhaus eingedrungen und c.a.: 50 Riot Cops vorort.

Zur Räumung in Graz siehe auch einen Bericht auf de.indymedia.org und den Newsticker auf freiraum.at.tt

.

+++ Eine Übersicht über die weltweiten Aktionstage findet sich auf april2008.squat.net (news) +++ Short reports from Graz, Linz, Innsbruck and Vienna in english +++

+++ Übersicht über die weltweiten Aktionstage +++

Berichte von zahlreichen Aktionen in Europa und darüber hinaus findet sich auf april2008.squat.net | Breaking News | Berichte | Audios

SquatActionRadio 11.-13. April 2008 - Audioberichte - gesammelte Informationen

Überblick über die Aktionen von den Squatting Tagen auf de.indymedia.org: Teil 1 | Teil 2 | Thema Freiräume

Globles Feature auf www.indymedia.org in english | deutsch | español | Ελληνικά (griechisch)

Feature auf at.indymedia.org: Räume befreien! Aktionstage für Besetzung und Freiraum [11./ 12. April].

+++ Zum Newsticker auf at.indymedia +++

+++ Mach beim IMC mit +++ Die Informationen im Newsticker bei Indymedia stammen dirket von den AktivistInnen: Wer Infos zu den laufenden Aktionen hat, kann direkt im Indymedia Centre anrufen. Überprüfte Informationen werden laufend im Newsticker online gestellt. +++ (((I)))ndyLine: 0664-9733355 (nicht mehr aktiv) +++ Weitere Informationen auch im (((I)))ndyChat ++ Live Radio Info und Streams +++


Kommentare

Besetzung der alten Hungerburgtalstation

In Innsbruck wurde nicht die Hungerburg ,sondern die alte Hungerburgtalstation besetzt.
Auf Leute,mit der 1er Richtung Mühlauer Brücke!

Solidarische gruesse aus

Solidarische gruesse aus amsterdam an die besetzerInnen von diesem wochenende in wien, graz, innsbruck, linz und salzburg!!!!!!

link besetzung tekenschool/amsterdam: http://www.indymedia.nl/nl/2008/04/51575.shtml

Die Hausbesetzer in Wien

Die Hausbesetzer in Wien hätten mit Tomaten, Fliesenstücken und mit gefüllten Sackerln geworfen, wie es aus der Bundespolizeidirektion Wien hieß. Versuche, die Besetzer zur Aufgabe des Hauses zu überreden, scheiterten. Etwa 50 errichteten eine Sitzbarrikade, Polizisten schleppten sie fort. Die Polizei sei dabei „unangemessen brutal“ vorgegangen, beklagt eine Beteiligte. Und droht: „Wir werden definitiv weitere Häuser besetzen.“

Neue Chance für Wagenplatz?

Indes könnten die 20 Bewohner des „Wagenplatzes“ in Simmering bald ein geeignetes Grundstück bekommen. Das Wohnen in ausgebauten Lkw auf Grünland widerspricht der Bauordnung, daher müssen die Wagenplatz-Bewohner zum dritten Mal seit Herbst 2006 ein Grundstück räumen. Nun hilft die Stadt bei der Suche nach einem geeigneten Areal.

Auszug aus: "Die Presse", Print-Ausgabe vom 15.04.2008

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Allowed HTML tags: <a>,<s>,<b>,<em>, <strong>, <cite>, <code>, <ul>, <ol>, <li>
  • You can use BBCode tags in the text. URLs will automatically be converted to links.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen