Wir haben die ehemalige St.Andrä-Schule (Grenadiergasse 2) besetzt. Wir sind hier. Wir werden bleiben.
Dieser Ort, der der Öffentlichkeit unzugänglich war und seit längerem unbenutzt leer stand, wollen wir wieder zum Leben erwecken, wieder für alle öffnen.
Unsere Absichten sind zweierlei: einerseits startet hiermit ein neues Projekt, in Graz, das unterschiedlichste autonome Kultur-, Kunst- und Wohnideen verwirklichen soll. Andererseits sei dadurch ein Problem verdeutlicht: während die Mehrheit der Menschen in Graz in überteuerten Wohnsituationen leben müssen, alternative Kultur- und Kunstprojekte keinen Zugang zu Räumlichkeiten haben, bereichert sich eine Minderheit an dieser Misslage. Wohnungen, Räume, die unsere Grundbedürfnisse darstellen, werden der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen.
Es sei hiermit ein Zeichen gesetzt: es gibt Menschen, die diese Situation nicht weiter tolerieren werden, mit Aktionen wie diesen den (öffentlichen) Raum für alle zugänglich machen wollen, machen werden. Es ist unsere Stadt.
"Alles für Alle, und zwar umsonst!" ist keine Utopie von Närr_innen, wie wir wohl meist dargestellt werden. Diese Parole drückt die einzig mögliche Gerechtigkeit aus, für die es sich lohnt, auf die Barrikaden zu gehen. Für ein autonomes Haus, für eine Stadt, für eine Welt ohne Rassismus, Sexismus und jeglicher Form der Unterdrückung, jegliche Form der Ausbeutung, gegen jegliche Form der Herrschaft.
Wir stehen heute mit unserer Besetzung erst am Anfang. Alle sind herzlichst eingeladen, dieses Haus mit ihren Vorstellungen zu beleben. Kommt. Hier und jetzt beginnt das Neue.
vom Hausbesetzer_innen_Plenum, Graz, 07.07.`07
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