Salzburg: Aktion zur Wohnraumproblematik
Mitglieder der Salzburger KPÖ/KJÖ haben heute Vormittag ein Haus in der Fanny von Lehnert Straße mit Transparenten verziert.
Die Aktion soll laut dem verteilten Flugblatt auf die Tatsache aufmerksam machen, dass in Salzburg "ganze Wohnblocks leer [stehen], nur weil Spekulanten die Vermietung für nicht ertragreich genug halten".
Die Situation in Salzburg
420.000 Quadrameter zusätzliche Wohnfläche seien nötig um zumindest die bundesweit durchschnittliche Wohnfläche pro BewohnerIn zu erreichen. Noch in den 90ern beabsichtigte der Gemeinderat 1000 neue Wohnungen jährlich zu bauen, letztes Jahr wurden es allerdings nur mehr knappe 100. Gleichzeitig werden bestehende stadteigene Mietwohnungen privatisiert. Von diesem Zustand profitieren in erster Linie nur Vermieter und Grundstücksspekulanten, welche sich über beständig steigende Miet- und Grundstückspreise freuen dürfen.
Gegen die präkere Lage am Wohnungsmarkt und den Mietwucher will die Salzburger KPÖ nun aktiv werden und sammelt Unterschriften für eine Wiederaufnahme des kommunalen Wohnbaus.
Raum leer? - Raum her!
Die Aktion selbst dauerte nicht lange. Nach Anbringen der Transparente zogen die AktivistInnen unbehelligt ab. Ob die ÖBB als Eigentümerin bereits Pläne für die beiden seit vielen Jahren leerstehenden Häuserblocks hat ist nicht bekannt. In zumindest einem Haus wurde vor einiger Zeit mit Renovierungsarbeiten begonnen, welche allerdings ab einem gewissen Zeitpunkt ohne erkennbaren Grund wieder gestoppt wurden. Im großen und ganzen befinden sich die Gebäude in einem guten Zustand und würden viel Platz für Wohnungen oder Büros und andere sinnvolle Einrichtungen bieten.
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