Kundgebung gegen U-Berg-Naziveranstaltungen in Krumpendorf, Bericht
Kundgebung gegen Naziveranstaltungen in Krumpendorf
Am 15.8. fand in Krumpendorf/Kriva Vrba bei Klagenfurt/Celovec eine antifaschistische Kundgebung gegen die herbstlichen Naziaktivitäten während im Zeitraum des rechtsextremen Ulrichsbergtreffens statt. Die krumpendorfer Gemeinde und die Hotels stellen den alten und neuen Nazis nämlich Infrsatruktur und Schlafplätze zur Verfügung. Während sich die angereisten TouristInnen mehrheitlich gegen die Naziaktivitäten aussprachen, war dies den meisten Einheimischen ziemlich egal.
Die Polizei ließ es sich dabei nicht nehmen, für einen kleine Kundgebung mit 5-8 AktivistInnen gleichmal 20+ BeamtInnen abzustellen. Davon auch eine Spezieleinheit...
Schon seit Jahren unterstützt die Gemeinde Krumpendorf/Kriva Vrba offen rechtsextreme Strukturen. Am Vorabend des Ulrichsbergtreffens, wo sich Veteranen der Waffen-SS, Wehrmacht und Neonazis die Klinke in die Hand geben, wird hier der sogenannte "Kärntnerabend" abgehalten. Organisiert wird er von der Kameradschaft IV, welche unter anderem vom DÖW als rechtsextreme Organisation eingestuft wird: ein Sallembecken alter Waffen-SS-Nazis. Weiterführende Infos gibt es hier: http://www.doew.at/projekte/rechts/organisation/kamerad.html
1995 erreichte der "Kärntnerabend" internationale Aufmerksamkeit, als ein Videoband auftauchte auf dem Jörg Haider dort als Redner auftrat und vor den Versammelten "Kameraden" davon sprach "dass es noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind" und weiter: "[...] ein Volk, das seine Vorfahren nicht in Ehren hält, ist sowieso zum Untergang verurteilt. Nachdem wir aber eine Zukunft haben wollen, werden wir jenen Linken von political correctness beibringen, dass wir nicht umzubringen sind und dass sich Anständigkeit in unserer Welt noch allemal durchsetzt, auch wenn wir momentan vielleicht nicht mehrheitsfähig sind, aber wir sind geistig den anderen überlegen, und das ist etwas sehr entscheidendes."
Unter den BesucherInnen des "Kärntnerabends" fanden sich unter anderem Gudrun Burwitz, die Tochter Heinrich Himmlers und bis heute Neonazi-Aktivistin und Sören Kam, wegen Mordes verurteilter dänischer SS-Mann.
Mehr Informationen über den "Kärntnerabend" und die dazugehörigen Nazis finden sich unter anderem hier: http://www.u-berg.at/texte/krumpendorf.htm
Hier drin treffen sich Jahr für jahr die Nazis. Beschützt von der Bullerei, wie mensch hier sieht
Die antifaschistische Kundgebung startete jedenfalls schon um 8.30 in der Früh. Es wurde vor dem rathaus, wo auch der "Gemeindesaal" ist wo der "Kärntnerabend" stattfindet, ein Infostand aufgebaut und die Bevölkerung samt TouristInnen wurden im Laufe des Vor und Nachmittages mittels Flugblättern über das braune Treiben des Ortes aufgebaut. So weit so gut.
Als komplett Wahnsinnig kann mensch jedoch das Verhalten der Polizei beschreiben. 20+ BeamtInnen, darunter sogar BullInnen der Spezialeinheit "Mobiles Einsatzkommando"! Außerdem wurde stundenlang fotografiert, als obs kein Morgen gäbe...
Der Witz des Tages: Anfangs wollten die Bullen einigen AktivistInnen sogar das Verteilen der Flyer verbieten! Es dauerte aber nicht lange, bis sie selber draufkamen, dass dies keine Straftat darstellt.
Solche Maßnahmen dienen einzig und allein der Kriminalisierung der KundgebungsteilnehmerInnen und auch der Einschüchterung der "Normalbevölkerung".
Klick! Klick! Vogerl!
Prügelkibarei gegen einen Infostand. Willkommen in Kärnten!
Dem war wohl fad.... ;)
Spaßig war auch die Reaktion des Hotels "Krumpendorferhof". Dort nächtigt Jahr für Jahr der Großteil der anreisenden Nazis und dieses Jahr findet dort unter anderem das Abschlussevent der rechtsextremen Ulrichsberg-Aktivitäten statt, nämlich ein "Abschiedsabend mit Musik", am 17.9. um 19.00 Uhr.
Eine Bedienstete des Krumpendorferhofs war in Heller Panik und schrie die AktivistInnen an, beleidigte sie auch. Danach "bewachten" sie und eine andere Angestellte den Eingang des Krumpendorferhofes.
Der Krumpendorferhof mit...
... und ohne Wache!
Kurz vor dem Ende der Kundgebung kam dann noch der Chef mit einem Angestellten vorbei, schnappte sich und fotografierte eines der Verteilten Flugblätter und kündigte an, dass die AktivistInnen noch "von seinem Anwalt hören" werden. Einmal schauen, wie er es beweisen will, dass er nichts mit den Nazis zu tun hat, hihi.
Der Chef des Krumpendorferhofs mit einem Koch(?)
Dieses Jahr wird den Nazis in Krumpendorf jedenfalls kein so freundlicher Empfang bereitet wie sie es durch die Jahrzehnte gewohnt sind. Schließlich finden auch heuer von 14. bis 16. September antifaschistische Aktionstage gegen das Ulrichsbergtreffen in Klagenfurt/Celovec statt. Watch out for www.u-berg.at
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Ergänzungen
partisaninnen welche sich
partisaninnen welche sich gegen den nationalsozialismus zur wehr setzten sind wohl nicht erwähnenswert? du anus praeter!
Hoch die PartisanInnen!
Hoch die PartisanInnen!