Tuvalu widersetzt sich bei den Klimaverhandlungen
Der UN Klimagipfel in Kopenhagen wurde am 9.Dezember kurzfristig unterbrochen, als die kleine pazifische Inselnation Tuvalu eine Zusage zu einem rechtskräftig verbindlichen Abkommen verlangte, während die die industrialisierten Länder sich weigerten, eine Meinung zu äußern.
Tuvalu verlangt ein neues Abkommen neben dem Kyoto-Protokoll. Darin soll der maximal zulässige Temperaturanstieg statt auf 2 Grad Celsius, um den sich die entwickelten Länder und die großen Schwellenländer wie Indien und China bemühen, auf 1,5 Grad begrenzen.
Dies wurde unter anderem von China und Indien zurückgewiesen, welche entmutigende Aussagen über die Möglichkeit eines solchen Abkommen machten.
Die Konferenz machte daraufhin ein paar Stunden Pause. Als sich das Plenum um 3 Uhr nachmittags wieder einfand, traten ihnen 200-200 Menschen der Zivilgesellschaft entgegen, die als Unterstützung für Tuvalu demonstrierten und ein faires, ambitioniertes und verbindliches Abkommen forderten.
Auf Tuvalu, dem viertkleinste Staat der Welt, leben etwas mehr als 12000 Menschen. Es ist eines der Gesichter der globalen Erderwärmung, da es in seiner Existenz durch den steigenden Meeresspiegel bedroht ist. Die Cook-Inseln, Fiji, Barbados, Sierra Leone, Senegal und Cape Verde schlossen sich den neuen Forderungen an.
Für ihre Aktion gewann Tuvalu den ersten "Ray of the day"-Preis. Dieser wird bei seltenen Gelegenheiten für nachhaltigen Fortschritt bei den globalen Klimaverhandlungen gegeben. Der Preis wurde vom [url=http://www.fossiloftheday.com/?p=154 ]"Fossil of the day Award"[/url] vom Climate Action Network vergeben. (Youtube-video)
weitere Berichte:
Greenpeace Climate Rescue Blog
350.org-youtube-video Spontane Aktion für Tuvalu in Kopenhagen
[Anmerkung: Dieser Bericht ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Dr Original-Bericht findet sich hier auf indy.dk]
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