We can´t support Venster99

gepostet am 15. November 2009 - 20:46 von Ideedirekteaktion

We can´t support Venster99.

Das Gürtelbogen-Lokal ?Venster 99? wird von vielen Leuten als Ort für
alternative Kultur, als Partylocation und als ?Freiraum? geschätzt.
Dieses Image wird einerseits durch Veranstalter_innen mit konkretem
emanzipativen Politikverständnis und andererseits, durch linke
Vernetzungsarbeit gefördert. Mit diesem, längst überfälligem Text
wollen wir begründen, warum wir die Nutzung und Bewerbung des Vensters
99 für problematisch halten.

Das Barpersonal hat sich nicht nur wiederholt mit sexistischen,
homophoben, transphoben sowie rassistischen Aussagen und
Verhaltensweisen solidarisiert, sondern diese auch selbst produziert.
Als wäre das nicht genug, verhinderten Menschen hinter der Bar aktiv
Rauswürfe von Typen, die Grenzen von Frauen deutlich überschritten
hatten. ?Verhindern? heißt hier nicht nur das verwickeln in
anstrengende bis fahrlässige, weil den Rauswurf blockierende,
Diskussionen. Die Leute vom Venster 99 gehen weiter: Sie unterstützen
und schützen Täter* auch durch ein aktiv körperliches Einschreiten
gegen den Rausschmiss, oder auch durch schriftliche
Solidaritätserklärungen.

Nach längerem Zögern, fühlten wir uns dazu veranlasst diesen Text zu
veröffentlichen. Denn Aussagen, von Leuten hinter der Bar, wie: "Bist
a Mann, oder a Frau? Weil wenn'st a Frau bist will i di ficken.", "Das
ist der Putztrupp für später!" (auf nicht weiße Gäst_innen zeigend,
unter Verwendung des N-Wortes), "Er hat sie ja eh nicht vergewaltigt"
(auf die mehrmalige Bitte nach Solidarität bei einer
Übergriffssituation); halten wir für jenseitig und absolut inakzeptabel.

Wir fordern von Räumen, die sich als ?Freiraum? verstehen und
verstanden werden, einen solidarischen Umgang mit Menschen die von
Unterdrückungs- verhältnissen betroffen sind. Das heißt hier u.a.
konkret die aktive Unterstützung von Frauen bei Rauswürfen, basierend
auf einem antisexistischen Grundkonsens.

Natürlich ist die i:da mit ihrem Umgang bei diskriminierenden
Verhaltensweisen weder allmächtig noch allwissend. Trotzdem erwarten
wir von unseren vermeintlichen Mitstreiter_innen ein bisschen was. Zum
Beispiel Unterstützung des Barpersonals bei Interventionen gegen
sexistisches Verhalten. Nach mehreren traurigen Erfahrungen im
Venster99 stellen wir leider fest: Das Venster99 erfüllt nicht unser
gefordertes Mindestmaß an Solidarität.

Das muss es natürlich auch nicht, die meisten Lokale in Wien machen
das nicht. Allerdings ist es wichtig zu wissen woran mensch ist. Es
ist nicht so einfach zu erkennen was sich unter dem Kapuzenpullover,
hinter Parolen und Plakaten versteckt.

Unser Vertrauen ist jedenfalls weg.
i:da

* Wir verwenden den Begriff Täter in seiner männlichen Form, weil
sexualisierte Gewalt hauptsächlich von Männern ausgeht. Wir wollen
damit nicht verschweigen, dass auch andere Genders sexualisierte
Gewalt ausüben können. Eine gendergerechte Formulierung könnte
allerdings die tatsächlichen Herrschaftsverhältnisse in dieser
Gesellschaft verschleiern.

Ergänzungen

also ich geh gern in die ida

also ich geh gern in die ida und finds gut und wichtig, wie intensiv sich dort mit sexismus usw. beschäftigt wird. denke, das venster sollte sich einiges von der ida abschauen. gute stellungnahme der i:da jedenfalls.

Danke für eure Stellungnahme.

Danke für eure Stellungnahme.
Ich hab es schon längst überfällig gefunden, dazu etwas zu schreiben.Ich würds trotzdem gut finden, das Venster99 nicht ganz abzuschreiben, sondern mal auf die Leute dort zuzugehen und zu schauen, wie sie auf die Kritik reagieren und dann weiter entscheiden. Vielleicht ist einigen ihr Problem ja schon selbst aufgefallen und sie wollen daran etwas ändern - oder auch nicht .
Ich finde es auserordentlich wichtig, gerade in linken "Vorfeld"-Locations wie das venster eines ist, sexismus,rassismus und homophobie zu thematisieren und übergriffe zu dokumentieren und dagegen zu intervenieren.
Danke liebe Ida-Menschen, dass ihr den Mut dazu hattet !
Solidarität der Antisexistischen Kritik und Praxis.

I support venster99

hallo liebe i:da!

zuerst will ich klarstellen, dass ich zwar dem venster99 angehöre, hier aber als privatperson mal klar text schreiben will und diese ergänzung keine stellungnahme des verein venster99 darstellen soll.

meine meinung:
ich bin ca. seit 1 1/2 jahern im verein, ich mach bardienst, helfe bei aus-, bzw. umbauten und bin mehr oder weniger zuständig für die technik.
wenn ich nicht hinter der bar stehe, dann bin ich meisten dort um mit freunden zu feiern und wenn ich nicht dort feiere, bin ich wegen arbeit oder krankheit verhindert.
man kann also sagen, dass ich den größten teil meiner wochenendlichen abendstunden im venster99 verbringe.

zu meinen kollegen und stammgäste, die ich dort regelmässig antreffe, zähle ich menschen aus: polen, zypern, türkei, lettland, afrika, serbien, chile und der slowakei.
in den drei jahren in den ich jetzt das venster besuche, habe ich noch NIE rassistische ausagen, geschweige denn übergriff mit rassistischen hintergrund miterlebt.

zu meinen freunden und absoluten stammgästen nr. 1 zähle ich nicht nur heteros, sondern auch homosexuelle menschen und wenn es in irgend einer form zur diskriminierung dieser gekommen wäre, hätte ich es auf jeden fall erfahren und hätte mich für sie eingesetzt und ich weiß, dass diese einstellung für den gesamten verein venster99 gilt. (aber wie gesagt, dies sollte keine stellungnahme unsers vereins darstellen!)

zu den vorwürfen, dass die barleute sexistisch sein sollten, kann ich nur lachen.
es sind seit ca. einem jahr, immer min. eine frau und in vielen fällen zwei frauen hinter der bar. ausserdem ist unser vorstand mit frauen besetzt und wir kennen uns untereinander gut genug um geschlossen gegen solche haltungslosen vorwürfe vor zu gehen.

zu den vorwürfen einer bestimmten person in der szene kann und will ich keine partei ergreifen, da aussage gegen aussage steht, ich weder die eine noch die andere person kenne und ich sicher nicht gewillt bin selbstjustiz auf wilder-westen-art zu vollziehen.

ich finde es einfach nivaulos sich als einzelperson hinter einem verein zu verstecken und nur weil man ein probleme mit irgend jemanden hat, einen ganzen verein anklägt und das auf eine art und weise, wie es leider nur das internetzeitalter ermöglicht.

ich persönlich kann diese geschichte als direkt betroffener nur so auslegen, dass ihr den aufhänger: "antirassismus" und "antisexismus" für gezieltes und öffentliches mobbing verwendet, was einfach das letzte ist. solche aktionen können aber auch nach hinten losgehen, da es meist noch leute mit kritischen denken gibt, die nicht alles glauben, was irgend jemand im netz so von sich gibt.
und übrigens, wir haben am freitag lange im mq auf euch gewartet, schade das niemand von euch unserer einladung gefolgt ist.

mfg mike

p.s.: ich war immer gern im i:da, schade das es anscheinend eure art ist, so persönliche probleme an den mann/frau zu bringen. ich hoffe wirklich, dass ihr mich in einem persönlichen treffen mit dem venster99 noch vom gegenteil überzeugt könnt! vielen dank fürs ohr.

hallo mike, ich finde deine

hallo mike,
ich finde deine stellungnahme ziemlich beschissen.
dein "ich hab auch einen freund der homosexuell ist" über "wir haben auch gäste die aus dem ausland kommen" bis hin zur typischen bierzelt relativierung: "ich habe noch NIE erlebt, dass sich bei uns jemensch sexistisch oder rassistisch aufführt..." geht für mich einfach gar nicht und zeugt für mich nicht von sehr viel reflexivem umgang. es sieht eher aus wie eine typische abwehrhaltung, wie es bei solcher (berechtigten) kritik oft vorkommt. ob die kritik in der richtigen art und weise vorgetragen wurde, kann mensch sich sicher mit der ida ausdiskutieren- auf entsprechenden weg.
Eine geschlechtssensible Sprache wäre auch nett - auf einer linken webseite (z.b. indymedia) eigentlich voraussetzung. wenn du eh im verein venster99 aktiv bist, wird es dir sicher leicht fallen mit deiner gruppe/ über e-maillisten etc. mit der i:da in kontakt zu treten.

solche zitate von dir:

"ich finde es einfach nivaulos sich als einzelperson hinter einem verein zu verstecken und nur weil man ein probleme mit irgend jemanden hat, einen ganzen verein anklägt und das auf eine art und weise, wie es leider nur das internetzeitalter ermöglicht."

hören sich sonst nur lächerlich an. du könntest genau so gut franz,hias oder sepp sein. das du irgenein mike vom venster bist ist ja nicht bewiesen ;-)

c.

hallo, erstmal bedanke ich

hallo,

erstmal bedanke ich mich, dass du mich auf meine, sagen wir mal rustikale schreibweise aufmerksam gemacht hast.
ich möchte mich hiermit in aller form entschuldigen.
das sollte keine ausrede sein, aber das schreiben überlasse ich meistens anderen und wenn man/frau kein/e geübte/r schreiber/in ist sind die guten vorsätze wie in meinem fall, schnell vergessen. meine qualitäten liegen definitiev wo anders.

das du meine darstellung beschissen findest wundert mich gar nicht, da du offensichtlich mit dieser sache gar nichts zu tun hast. ich glaube du hast keine ahnung wie es ist, wenn man/frau für etwas beschuldigt wird, für das man/frau eigentlich immer geglaubt hat sich ein zu setzen und das dies noch in allen möglichen verteilern breit getrampelt wird.

ich habe das gefühl, dass hier eine art grundsatzdisskusion auf den rücken eines vereins statt findet, den die meisten von euch gar nicht kennen. Desshalb habe ich eine persönliche gegendarstellung abgetippt.
das mich jetzt leute auf meine argumentation und schreibweise festnageln hab ich sowieso erwartet.
das eine gegendarstellung immer mit etwas argumentieren verbunden ist und ich in meiner erfahrung nur subjektiv agieren kann, sollte klar sein.

das einzige positive ist, dass hier eine disskusion losgebrochen ist, die anscheinend schon längst überfällig war und uns alle angeht. aber bitte nicht auf dem rücken vom venster99, wir sind sicher nicht böser (im sinne i:da's anklage) noch besser als das tüwi, ekh oder i:da!

lg mike

noch einmal: sexistische kackscheiße

sorry aber die "ergänzung" unterhalb (das gepostete mail) ist besten falls eine weitere sexistische fussnote die irgendwann auf indy gepostet worden ist!!

keine Auseinandersetzung mit den Vorwürfen stattdessen:

-diffamierung des menschen der gruppe die sich traut sexismus zu thematisieren, wörter wie "schauprozess"
-das Problem wird überhaupt weg geleugnet: "ich war nicht dabei, also wos i mit eich", "i hob nix gsehen, du etwa", jetzt zitiert: "unnachprüfbaren freien Zitaten "
-argumentationsfigur "jeder konflikt ist schlecht, vor allem der/die ihn beginnt" + die forderung: setzt euch doch an den tisch und beredet das vernüftig
-ich bestimme wie über antisexismus geredet werden darf: "das dem Ernst des Themas angemessen ist"
-klassische opfer täter umkehr: "sehr aggressiven Methoden" von anti-sexistischer praxis
-delegitimieren von definitionsmacht

@mods bitte löschen

eine antwort

auf die i:da venster debatte, kam über ne liste. im sinne einer transparenten diskussion mach ich das mal hier verfügbar, ich hoffe das ist OK so. würde mich freuen wenn darauf auch antworten kämen - austausch ist wichtig.

=======================

Bitte nochmals, aber seriös!

Ich bin normalerweise nicht im Venster99 und weiß nicht, was dort
passiert ist oder vor sich geht. Dennoch halte ich die Aussendung
von I:dA in mehrfacher Hinsicht für so problematisch, dass ich darauf
antworten muss.

I:dA teilt uns also mit, dass es kein Vertrauen in Venster99 hat,
weil es mit dem Verhalten (mancher?) Barleute dort nicht einverstanden
ist.

Aber welche Maßnahmen in diesem Zusammenhang beschlossen
worden sind erfahren wir nicht. Genausowenig erfahren wir, warum
sich gerade I:dA damit befasst. - Vermutlich weil irgendwelche
Leute aus dem Kollektiv im Venster99 waren und dort schlechte
Erfahrungen gemacht haben. Bleibt also die Frage, warum wird der
Name I:dA verwendet? Warum sagen die Leute nicht selber ihre
Meinung? Und vor allem: Wurde mit den Menschen von Venster99 auf
einem Plenum über die Probleme gesprochen und was war das
Ergebnis?

Da entsteht der Eindruck, dass bewusst eine Situation geschaffen
wurde, in der man eine breitere Öffentlichkeit "informieren" kann.
Ein Schauprozess also, oder eher eine Schauurteilsverkündung.

Dies ist kein Diskussionsbeitrag, diese Vorgehensweise polarisiert!

In der "Urteilsbegründung" werden ungeheure strukturelle Probleme
einschließlich "schriftliche Solidaritätserklärungen [zum Schutz
von Tätern]" behauptet und nach bester populistischer Manier
mit drei unnachprüfbaren freien Zitaten belegt.

I:dA selbst schreibt: "Nach längerem Zögern, fühlten wir uns dazu
veranlasst diesen Text zu veröffentlichen." - Ich wünschte sie hätten
die Zeit dazu genutzt zu überlegen, wie sie ihr Anliegen auf
einem Niveau verfolgen, das dem Ernst des Themas angemessen ist.
Ich hab' mit mehreren Leuten über die Situation gesprochen und mein
Eindruck ist: Menschen, die nicht so oft dort sind, können sich
nicht vorstellen, dass es wirklich so schlimm ist und nehmen die
Aussendung in dieser Form nicht ernst. Menschen die öfters
dort sind, wissen darüber eh bescheid und brauchen nicht noch
informiert werden.

Weiters fordert I:dA "die aktive Unterstützung von Frauen bei
Rauswürfen, basierend auf einem antisexistischen Grundkonsens."

Dazu will ich anmerken:
Der I:dA-interne Konsens über die Form von Antisexismus, wie
sie von I:dA praktiziert wird, konnte nur mit sehr aggressiven
Methoden hergestellt bzw. aufrecht gehalten werden. Vor diesem
Hintergrund scheint die Forderung, dasselbe als "Grundkonsens"
in allen Freiräumen zu etablieren wahnwitzig und absurd.

Außerdem:
> > Das Venster99 erfüllt nicht unser gefordertes Mindestmaß an Solidarität.
> > Das muss es natürlich auch nicht, die meisten Lokale in Wien machen
> > das nicht. Allerdings ist es wichtig zu wissen woran mensch ist.

Das ist wahr, gilt allerdings auch umgekehrt: Ich kenne etliche
Leute, die gerne von Anfang an gewusst hätten, was von I:dA unter
"Antisexismus" verstanden wird, bevor sie sich dort über längere
Zeit sehr wesentlich engagieren. Das hätte vielen Menschen eine
Menge Ärger, Frust und Enttäuschungen erspart.

Wenn I:dA jetzt von anderen Freiräumen eine Praxis einfordert, zu der
es sich selbst bisher weder öffentlich noch gegenüber ihren Gästen
in vollem Umfang bekannt hat, dann ist das einfach nur feig.

Zusammenfassung:
Liebe Leute von I:dA, wenn ihr schon glaubt an eine breitere
Öffentlichkeit gehen zu müssen, dann tut das in einer seriösen
Form, die ein kritisch denkender Mensch ernst nehmen kann anstatt
zu polarisieren und euch dann über die hitzigen Kommentare zu
beschweren.
Und hättet ihr definiert wie ihr euch einen "antisexistischen
Grundkonsens" vorstellt, dann wäre es leichter dabei nicht
automatisch an eine ganz spezielle Variante von Definitionsmacht
zu denken.

heult doch!

alle, die da jetzt rumheulen - euch gehts doch nur darum, dass ihr euch wiedermal damit auseinandersetzen müsst, dass ein raum als problematisch angesehen wird, weil sexistischer oder rassistischer dreckscheiss passiert ist.
schade.
wieder ein raum weniger zum party machen!
wiedereinmal mit der nase drauf gestossen, dass sexismus um uns herum ständig und immer passiert - wir alle haben sexismus verinnerlicht und eine permanente reflexion gehört zum politalltag dazu. lernt das endlich, ihr (noch)schwanzträger, machos, macker, (schein)softies mit allmachtsphantasien oder politchecker, die niemanden ausschließen wollen!

definitionsmacht ist nur ein mittel von vielen im kampf gegen herrschende patriarchale normalzustände - lernt euch damit anzufreunden oder verpisst euch aus den szenen!

frauen sind kreativ im ausdenken von neuen feministischen strategien und haben null bock auf euer geflenne!

sexismus bekämpfen überall!

danke für die diskussionbereitschaft

und den respektvollen umgang.

du kennst mich nicht und du wirst es mir kaum glauben, aber es gibt menschen die recht viel reflexion betreiben, diskutieren, sich mit sich selbst und anderen auseinandersetzen - und am ende doch eine andere meinung haben als du.

so wie du das formulierst sind wir wohl politische gegnerInnen. wie hättest du denn gerne, dass "wir" mit "euch" umgehen? auch irgendwelche körperteile abschneiden?

viel text wenig inhalt

und auch der ist eher fragwürdig: ich finds ziemlich scheiße und problematisch wörter wie, Schauprozess Schauurteilsverkündung, populistischer Manier in bezug auf die ida aussendung zu verwenden - anscheinend geht es hier rein um das anpatzen und verunglimpfen von vorwürfen das venster betreffend.

mit sollte ich mensch lieber gscheit auseinander setzten, denn wir sind alle nicht frei von sexismus und rassismus homphobie etc. hier wir aber anstatt sich mit dem inhalt zu befassen, auf die form geschimpft und probiert die thematik antisexismus, antirassismus, auserandersetzung mit homophobie und transphobie lächerlich zu machen.
das ist auch nix neues, sondern gehört eher zum unreflektierten standard repertoire. anstatt „aha“ zu sagen, und zu zugestehen, das dinge offensichtlich falsch laufen, werden die tatsachen und vorwürfe in frage gestellt!
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„über die Form von Antisexismus, wie sie von I:dA praktiziert wird, konnte nur mit sehr aggressiven Methoden hergestellt bzw. aufrecht gehalten werden.“

Das schießt den vogel ab. Wird dieses argument doch gegen eine antisexistische praxis ins spiel gebracht. Ein vollkommene verkehrung der realität: plötzlich sind die sexisten und rassisten die „guten“ und die, die solche menschen nicht dulden die „bösen“ weil sie sich gegen solche arschlöcher behaupten müssen, ja einen freiraum erkämpfen müssen!??!!

Sorry das ist einfach scheiße, aber schlimmer gehts (n)immer!!

Ich finds den kommentar echt schlimm nicht nur an diesen punkten, aber ich glaub das war das gröbste was mich daran stößt!!!

p.s.: ich finds auch gschissen, kommentare von anderen leuten die auf einem verteiler geschrieben worden sind öffentlich zu machen, oder bist der/die-jenige??!

venster & i:da

ich bin fest davon überzeugt, dass die aussagen die im i:da text beschrieben wurden von leuten im venster getätigt wurden. ich bin auch der meinung, dass das nicht geht, das sexistisch und rassistisch ist, und es da offensichtlich einer auseinandersetzung bedarf. ich finde es auch OK leute damit zu konfrontieren und eine auseinandersetzung zu fordern, ich finde es auch OK leute wenns nicht anders geht rauszuwerfen. das passiert hier aber nicht, statt dessen geht es darum räume mittels offener anklage unter druck zu setzen und zu desauvouieren - das ist ein machtspiel. klar gehts oft auch darum druck aufzubauen um eine veränderung zu erzwingen, ich habe aber nicht das gefühl, dass der i:da text das will. statt dessen gehts um othering und identitätspolitik.

zu: "plötzlich sind die sexisten und rassisten die „guten“ und die, die solche menschen nicht dulden die „bösen“ weil sie sich gegen solche arschlöcher behaupten müssen, ja einen freiraum erkämpfen müssen!??!!"

mann mags nicht vermuten - ihr seid die guten ;-)
es tut mir leid, manches was da so abläuft ist für mich nicht mehr legitim. da wurde eine kultur des nicht redens und rausschmeißens etabliert und um das durchzusetzen elementare demokratische spielregeln abgeschafft. ich will meine meinung sagen können, und ich will über die räume mitbestimmen können in denen ich mich bewege. ihr müsst irgendeine form des umgangs damit finden, dass:

# nicht alle menschen das als sexistisch ansehen was einzelne so definieren
# verschiedene menschen in einer gruppe einen verschiedenen umgang der gruppe wünschen

ihr könnt nicht diskussionen abschaffen weil ihr angst habt, dass dabei nicht raus kommt was ihr wollt. wie stellt ihr euch das in einem weiterem gesellschaftlichen rahmen vor?

@ moo, betreff venster & i:da

deinen beitrag finde ich eigentlich ganz gut, weil er ein widerspruch aufzeigt. jedoch ist er in einer zentralen hinsicht inkonsistent.

zuerst zeichnest du die notwendigkeit nach machtpolitik zu betreiben und druck aufzubauen um veränderungen gegenüber herrschafts- und gewaltförmigen normen und sturkturen überhaupt durchsetzen zu können. nachdem du dieses argument für die ida stellung nahme ausformuliert hast, behauptest du einfach und vollkommen unbegründet, dass es der ida aber nicht darum ging.
wie kommst du darauf? wieso geht es der ida nicht darum?

du führst zwar eine andere erklärung an, aber diese schließt die erst nicht aus. eine kritik an der spektakulären konstruktion eines linksradikalen oder autonomen images innerhalb der szene ist zwar dringend angebracht, aber es ist unklar was sie gerade besonders mit der ida-stellungnahme oder mit verbreitetenden antisexisitischen praxen zu tun hat. es entspricht ja gerade dem charakter der politszene, das neben kleidung, musik, umgangsformen etc. speziell auch gesellschaftskritik symbolisch und identitär aufgeladen werden. dazu kommt das eine kritik an gesellschaftlichen verhältnissen, eine eine abgrenzung immanent ist und insofern für identitätsstiftende abgrenzungen prädestiniert ist. diese identitäre aurichtung spielt somit genauso in die konsensorientierung, unkommerzielle ausrichtung etc. hinein.
wieso sollte also gerade bei der publikmachung von und kritik an sexistischen strukturen, dieser identitätsstiftende aspekt so stark handlungsleitend sein, dass die machtpolitik keine rolle spielt?

mit machtpolitik geht einher dinge gegen widerstand durchsetzen zu müssen und führt dabei natürlich auch graduell zu einer "kultur des nicht redens und rausschmeißens". diesen widerspruch kannst du jedoch nicht einfach auflösen indem du einfach unterstellst es gehe gar nicht um macht- sondern um identitätspolitik.
wie mit diesem widerspruch umgegangen werden kann, ist eine enorm wichtige frage. meistens ist es eine frage, der abwägung "wieviel noch okay ist" oder "ob es noch sinn macht bzw. möglich ist zu diskutieren". wie damit jedoch so eindeutig besser umgegangen werden könnte, dass es eine eindeutig bessere alternative zu den gängigen antisexistischen praxen wäre, weiß ich nicht. ich befürchte, dass es sie im patriarchat nicht gibt.

vielleicht könntet ihr mir

vielleicht könntet ihr mir mal erklären was an diesem beitrag trollig ist und warum ihr ihn verschiebt:
http://at.indymedia.org/hidden/comment/23189

schreibt es von mir aus ruhig in den comment wenn ihr diesen beitrag verschiebt ;-)

was ist das für ein

was ist das für ein sexistisches kampfgetrolle?
warum wunderst du dich, dass der beitrag auf einer linken seite versteckt wurde?
hier herrscht ein antisexistischer grundkonsens, schon vergessen?
und wer ist das "ihr", dass du die ganze zeit ansprichst ?
die antisexistiche linke in wien? alle frauen? alle feministinnen? die ida? wtf ?!?!
geh wo anders hin zum spielen!

frage

warum steht der artikel mit kritik am venster weiterhin auf indymedia, während kommentare die mangelnde interne demokratie und mobbing in der i:da (im rahmen einer bestimmten "antisexistischen praxis") kritisieren gelöscht werden?

wir können sagen keine kritik an linken strukturen auf indymedia (dann muss beides gelöscht werden), oder wir lassen beides stehen.

eigentlich geht es nicht um

eigentlich geht es nicht um kritik am venster (als wäre das venster eine person, die jetzt beleidigt sein müsste) und inwieweit dieses als oberbegriff für "linke strukturen" stehen kann ist sowieso mehr als fraglich.

ein klasse statement - wurde

ein klasse statement - wurde auch allerhöchste zeit, dass das mal thematisiert wurde.

in diesem sinne: sexismus bekämpfen - immer und überall!!!!!!

Habt ihr von der I:da

Habt ihr von der I:da eigentlich mit den Leuten vom Venster Kontakt aufgenommen und um Stellungnhame gebeten bevor ihr hier und über diverse Mailinglisten gegen das Venster hetzt? Wenn nicht finde ich das kindisch und tiefstes Niveau. Wenn doch solltet ihr euch vielleicht auch hinzuzufügen wie die Verantwortlichen darauf regiert haben. Ich selbst habe mit dem Venster nichts zu tun, ich schätze das Lokal aber sehr. Eines von wenigen in dem man nicht den üblichen Konsumzwang ausgesetzt ist. Ich gehe seit Jahren regelmäßig hin und deartiges ist mir dort noch nie aufgefallen, ansonsten hätte ich als Besucher zumindest auf jeden Fall Solidarität gezeigt und versucht zu intervenieren. Für mich hören sich das nach Unterstellungen an die geprüft werden müssten bevor sie im großen Stil öffentlich publik gemacht werden. Meiner Meinung nach ist das auch keine Debatte die öffentlich ausgetragen werden sollte bzw. in einer Form in der die Verantwortlichen nicht miteinbezogen werden.

noch grindiger gehts wohl (n)immer?!

Sexismus ist keine meinung sondern eine form der unterdrückung,
und deine freundlichen grüße kannst dir sparen...

was ist nur los????

selbst in vermeintlichen freien räumen - venster, audimax,.... überall dieselbe scheiße!!!! wo kann man überhaupt noch was veranstalten oder sich ungestört zurückziehen??

selbstzerfleischung zur selbstprofilierung

Grüß euch!

Das Grundproblem mit der identitären Szenelinken ist, das sie sich permanent auf einer Art esoterischem Selbstfindungstrip befindet, der die Verallgemeinerung von pubertären Prozessen auf einer vermeintlich politischen Ebene bedeutet. Nichts sonst ist Szenepolitik, denn im Wunsch anders zu sein als die jeweils "Anderen" steckt die beständige Notwendigkeit sich selbst zu isolieren um der eigenen, besonderen Identität ein Profil zu verschaffen. Was als primärer Effekt einer solchen Praxis bleibt ist nicht Politik sondern Selbstdarstellung die allenfalls politisch verbrämt wird. Das steht blöderweise im direkten Widerspruch zu linker Politik so wie sie historisch eigentlich verstanden wurde,- als kollektive und einigende Praxis.

Ich kenne die konkreten Auseinandersetzungen und ihren Anlassfall nicht, aber ich kenne sie aus jahrzehntelanger Erfahrung auch wieder zur Genüge (Hinweis: Da kann man jetzt gut Arroganz unterstellen um sich mit der inhaltlichen Kritik nicht auseinandersetzen zu müssen!).

In normalen "unpolitischen Cliquen" setzen sich die vernünftigeren Leute erstmal zusammen und Quatschen über Vorfälle wie die beschriebenen. Anscheinend hätte sowas im Museumsquartier stattfinden sollen (soweit ich das einem Comment weiter oben entnehmen kann). Ist das passiert? Wenn nein, warum nicht?

Jetzt die (besserwisserische!) Antwort: Weil Menschen die sich als Elite wahrnehmen (Adelige, Reiche, Szenelinke, WissensproduzentInnen,...) oft weniger an der Auflösung von Konflikten interessiert sind, denn an der öffentlichen Eskalation derselben zum Zwecke der Selbstprofilierung.

Find ich manchmal noch irgendwie Schade, aber kann mir ja auch wurscht sein (an dieser Stelle die Großkotzigkeit anmerken!).

CU on the streets, bashing the fash! Viel Spass noch beim Reviermarkieren! 1,2,3,...GO!

ein (Ex)Autonomer
(manchmal mit Klammern, manchmal ohne...)

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