F13-Transpiaktion Triesterstrasse: Hausprojekt jetzt, Liebig 14 bleibt!

gepostet am 13. November 2009 - 12:02 von häusersoli

Freiräume schaffen, oder es gibt nix z Weihnachten!

Wir haben uns den F13 ausgesucht um auf die prekäre Situation von Freiräumen, nicht nur in Wien, hinzuweisen. Der F13 ist ein Aktionstag für Menschen die vom öffentlichen Raum aufgrund der Kommerzialisierungsprozesse immer mehr ausgegrenzt werden. Versuche sich Räume wieder anzueignen, wie das leerstehende Haus der Stadt Wien in der Triesterstrasse 114 werden leider nur allzu schnell von der Polzei beendet. Stattdessen werden nun Securities bezahlt, den Leerstand zu bewachen. Sei es am Augartenspitz oder im Casino Baumgarten, für die allgemeine Nutzung gewidmete Räume und Flächen werden lieber dem ökonomischen Verwertungsdruck preisgegeben anstatt sie für selbstverwaltete Projekte zu öffnen. Nicht einmal leerstehende Brachen werden in dieser Stadt für Wagenplätze freigegeben. Wir wünschen der Stadt Wien und allen anderen von nun an Pech in der Verhinderung von Freiräumen. Sollte die Stadt, diese Politik nicht bald überdenken, werden wir uns am Kommerzialisierungsgetue rächen und Weihnachten verhindern, in echt!

Freiräume erkämpfen und verteidigen, seis in Wien, Berlin oder in den Niederlanden – Squat the World!

Berlin:

Liebig 14

Das seit fast 20 Jahren bestehendes Hausprojekt in Berlin hat heute Freitag den 13. den letzen Verhandlungstag über die Kündigung des Mietvertrags. So wie es aussieht hat dann die Eigentümer-Gesellschaft Lila GbR alle nötigen Rechtsmittel in der Hand, um zu räumen. http://liebig14.blogsport.de/

Rigaer 94

Die Bewohner_Innen des Haus- und Kulturprojektes Rigaer94 haben am 28.7.09 die fristlose Kündigungen für alle bestehenden Mietverträge erhalten und sind seit dem Räumungsbedroht. http://rigaer94.squat.net/

Schwarzer Kanal

Der Queere Wagenplatz ist ebenfalls Räumungsbedroht, Kündigungstermin ist der 31.12.2009 http://www.schwarzerkanal.squat.net/

Kraakverbod-Niederlande:

Am 15. Okt. 2009 hat die zweite Kammer des Niederländischen Parlaments das sogenannte "Kraakverbod" abgesegnet. Es handelt sich um ein Verbotsgesetz, welches das bisherige Gesetz, nachdem mensch Häuser legal besetzen konnte, sobald sie mindestens ein Jahr leer standen und einige Wohngegenstände vorgewiesen werden konnten, außer Kraft setzt. Die erste Kammer hat nun die Möglichkeit ein Veto gegen den Beschluss einzulegen, aber die Warscheinlichkeit, dass dies passiert, ist sehr gering. Mit dem neuen Verbot drohen den BesetzerInnen nun Maximalstrafen von bis zu 4 Jahren Gefängnis, sollten sie weiter Häuser besetzen. Verschiedenste Aktionen liefen und laufen zur Verhinderung und für den Protest gegen das neue Verbot.

Bilder: 
liebig14 hausprojekt jetzt
Transpi liebig14 und hausprojekt jetzt

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