[Fotos] Metaller_innen und Studierende demonstrieren in Wien
Am Donnerstag, 12. November 2009 protestierten etwas mehr als 200 Leute vor dem Sitz der Wirtschaftskammer Österreich in der Wiedner Hauptstraße in Wien für höhere Löhne und freie Bildung. Oder mit anderen Worten: Gegen Lohnabbau und Bildungsklau. Von 8:00 bis 10:00 Uhr fand eine Kundgebung mit zahlreichen Reden statt, danach zog eine Demonstration bis zur Technischen Universität am Karlsplatz.
Weitere Fotos auf unsereuni.at, Informationen zu den Protesten der Metaller_innen bei der Gewerkschaft Metall, Textil, Nahrung und zu den Studierenden im Feature: Uni besetzt.
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Ergänzungen
"Metaller_innen"??? Ich würd
"Metaller_innen"???
Ich würd eher sagen ein paar freigestellten Betriebsräte und FSG-Funktionäre haben da demonstriert. Welcher Metaller, welche Metallerin kann - wenn grad kein Streik ist - um 10 Uhr vormittags mitten unter der Woche demonstrieren?
Leider haben etliche Studis enorme Illusionen in eine Solidarisierung von ÖGB-Bürokraten. Doch statt an diese, sollte man sich direkt an die ArbeiterInnenschaft wenden. Nur das geht halt nicht in einer einmaligen "Hallo wir sind da"-Aktion, da ist eine kontinuierliche Arbeit gefragt.
Das ist der Punkt!
Leider ist es aber ein weitverbreitetes Unding, dass sich selbstorganisierte Gruppen, Initiativen und/oder Bewegungen an den ÖGB wenden. Solidarisierung ist ja wichtig, und sollte unbedingt stattfinden. Mein Verständnis hört aber dort auf, wo zwar von Emanzipation, Selbstbefreiung, Basisdemokratie etc. die Rede ist, man sich aber mit den ÖGB Funktionären und Freigestellten zusammen tut, um Seminare, Vorträge etc. abzuhalten. Mit den Belegschaften hat das alles gar nichts zu tun, zu denen dringt z.B. ein "organizing workshop" nämlich gar nicht durch. Zurecht, weil ein solcher kann zumeist eben auch nur von den Freigestellten und Funktionären besucht werden (wenn es nicht ohnehin einer Anmelung und/oder "Legitimation" bedarf, sind die nämlich auch innerhalb der Arbeitszeit). Was dabei passiert, ist zumeist eben, dass die Energie der JungaktivistInnen aufgesaugt wird, um dem lahmen bürokratischen ÖGB Apparat etwas frischen Anstrich zu geben (in einem klar vorgegebenen Rahmen, versteht sich). Dabei gibt es ja auch selbstorganisierte, basisdemokratische Gewerkschaftsinitiativen!