Die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) lud am Freitag den 6. November 2009 zu einer Abendveranstaltung mit Backlash-Tante Eva Herman. Inhaltlich gings dabei laut Vortragstitel um „Frauen in der Falle – zwischen Beruf und Familie“, aber letztlich um das aus feministischer Sicht rückschrittliche „Erziehungsgehalt für Mütter“. Dass die Veranstaltung eine ordentliche Schlagseite nach Rechts bekommen würde konnte mensch überdies aus dem Flyer entnehmen: „Damit unsere (sic!) Bevölkerung auch ohne Zuwanderung langfristig wieder stabil wird, bräuchten wir sofort wieder eine Geburtenrate von mindestens 2,14 Kindern.“
Mit von der Partie in der Henndorfer Wallerseehalle/Salzburg natürlich der Christen Chef Clemens Menapace und sein "Pressesprecher und Sponsor" Christoph Humpf (vertickt einer Anzeige auf dem Herman-Flyer zufolge den Fruchtsaft der "zu deutsch Apfelbeere" – Marke: Cellin - welcher laut weiterer Info "antioxidantisch gegen freie Radikale" wirken soll ;)). Ebenfalls zugegen, wie soll es anders sein, Oberhirte Andreas Laun und Lebenszentrums Dandy Johannes Bucher. Auch die vor lauter Leben jauchzende "Jugend für das Leee(gähn)heben" wurde gesichtet.
Eine kleine Gruppe von Gegendemonstrant_innen - "bezahlte" wohlgemerkt ginge es nach einem älteren Passanten - fand sich ebenfalls zu dieser Örtlichkeit ein. Einige Bullen waren auch vor Ort, hielten sich aber zumeist im Hintergrund. Die OrganisatorEN des Fundi-Events platzierten dankenswerterweise Eva Herman vor einer gläsernen Außenwand, die wiederum für die Aktivist_innen easy zu erreichen war. Das Transparent konnte so ohne großem Aufwand ca. 50 cm hinter Herman entrollt werden, was einen gewissen AHA!- oder OHA!-Effekt bei einigen der etwa 200-300 Besucher_innen ausgelöst haben dürfte.
Gut sichtbar durch die äußeren Bodenleuchten angestrahlt standen die "Vertreter_innen einer Kultur des Todes", so der irrige Fachchargon des politischen Gegenübers, eine Zeit lang vor der Glasfront und tauschten die eine oder andere Freundlichkeit mit den innen Anwesenden aus. Die christliche Counter Force of Intelligence erwiderte dies mit dem Versuch die Bodenbeleuchtung auszuschalten, was den Aktivist_innen ihre wahrnehmbare Präsenz gekostet hätte. Zum Glück ließ sich die Außen- und Innenbeleuchtung nicht trennen, was auch sogleich von den Jesus-Freaks bemerkt wurde, da es plötzlich im Foyer in Anwesenheit von Eva Herman und Gäst_innen zappenduster wurde. :)
Was auch noch zu erwähnen wäre ist, dass sie offenbar noch immer für das „Kinder- und Familien Volksbegehren“ sammeln. Unterstützungserklärungen dazu fand mensch bei der Veranstaltung. Neben diesem Stoß lag, wie treffend für dieses Pack, das Buch „Europa darf nicht untergehen“ der homophoben und in rechtsextremen Kreisen gern gesehene Schriftstellerin Christa Meves (siehe Bild mit rotem Buch und den Unterstützungserklärungen).
Nachdem sich die Herman in den Saal verkrümelt hatte, verkrümelten sich die Gegendemonstrant_innen ebenfalls. Das Herman-Ereignis von Laun, Die Christen und Konsorten blieb in Salzburg nicht unwidersprochen und das ist gut so.
Mehr Zornesröte in die Gesichter der christlichen Fundis!
Es gibt KEIN ruhiges Hinterland in Christenhand!
Abtreibung ist Frauenrecht!
supi!!
supi!!
Öd und lähmend solche
Öd und lähmend solche pseudoaktionen
Naja besser als nix zu tun ?
Naja besser als nix zu tun ? und viel scheint in salzburg sowieso nicht zu gehen?
Also vielleicht überlegst du mal, welchen konstruktiven Sinn deine Pseudokritik jetzt hatte