Am Landesgericht Linz sind am Freitagabend vier junge Männer aus Freistadt wegen des Verdachts der Wiederbetätigung verurteilt worden.
Heil Hitler, ausländerfeindliche Parolen
Das Quartett im Alter von 19 bis 21 Jahren hatte laut Staatsanwalt daheim "vorgeglüht" und dabei - teils verbotene - Nazibands gehört.
Anschließend gingen sie in szenetypischer Kleidung in Lokale, demonstrierten dort in aller Öffentlichkeit den "Deutschen Gruß", schrien "Heil Hitler" und taten sich mit ausländerfeindlichen Parolen hervor. Vor Gericht versuchten sie, ihr Treiben als eher harmlose pubertäre Drohgebärden darzustellen.
"Zusatzstrafen" verhängt
Alle vier sind in den vergangenen Jahren wegen anderer Delikte verurteilt worden, daher hat das Schwurgericht sogenannte "Zusatzstrafen" zwischen zwei und zwölf Monaten verhängt, die an die bereits ausgesprochenen Strafen angehängt werden.
Zwischen zwei und zwölf Monate ausgefasst
Einer der Verurteilten sitzt derzeit in Suben eine vierjährige Gefängnisstrafe wegen eines Raubes ab, er ist nun zu weiteren zwei Monaten - bedingt - verurteilt worden. Bei einem weiteren, der für eine schwere Sachbeschädigung zwei Monate ausgefasst hatte, kommen zwölf Monate dazu.
Der nächste, der wegen eines Drogen-Deliktes 100 Tagessätze zu je fünf Euro erhalten hatte, ist zu weiteren zehn Monaten verurteilt worden. Beim vierten, der wegen Körperverletzung 50 Tagessätze zu je zwei Euro bekommen hatte, erhöhte sich die Strafe um sechs Monate.
Die Urteile sind nicht rechtskräftig.