Am Samstag, dem 26. September 2009, beteiligten sich 350 bis 400 Leute an einer Demonstration für Wagenplätze und die Legalisierung des Wagenlebens in Wien. Treffpunkt war am Westbahnhof. Von dort bewegte sich der bunte Zug die Mariahilfer Straße hinunter bis zum Ring, dort gegen die Fahrtrichtung bis zum Schwedenplatz und dann durch die Innenstadt zur Börse zurück auf den Ring. Ende war mit einer Kundgebung vor dem Parlament. Die Stimmung war sehr gut und unter den zahlreichen Passant_innen waren viele interessiert. Die Forderung nach mehr Wagenplätzen und autonomen Freiräumen konnte zahlreichen Menschen vermittelt werden.
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ich fand die demo ganz nett,
ich fand die demo ganz nett, aber ich glaube nicht, auch wenn die wagenplätze in den letzten monaten oft in den medien waren, dass viele PassantInnen verstehen, dass es bei wagenplätze um alternativen wohnraum geht.
wenn sie wollen, dann verstehen sie es
diesen eindruck entstand nach gespraechen mit mehreren passantinnen. viele waren interessiert und haben die zahlreich verteilten flugis oft gleich gelesen, es gab viele gespraeche am rand der demo. und dann noch eines: der grossteil der leute - in diesem fall passantinnen - ist keineswegs "ahnungslos". die meisten menschen bekommen sehr wohl mit, worum es geht. die ablehnung von einigen - bei dieser demo duerfte es tatsaechlich die minderheit der passantinnen gewesen sein - geht eher darauf zurueck, dass sie alternative lebensformen generell ablehnen, sei es ihrer ideologischen gesinnung wegen, oder einfach weil ist ignorante, nur auf das eigene wohl und den erhalt der eigenen privilegien fixierte menschen sind. und genau weil viele menschen so drauf sind, ist es wichtig, solche paraden zu veranstalten, damit den menschen vor augen gefuehrt wird, dass es auch anders gehen kann, als das am kommerz orientierte leben vorschreibt.