Pressereaktionen zu U-Berg 2009

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Kärnten heute über die

kleine zeitung artikel wurde aktualisiert

Zuletzt aktualisiert: 19.09.2009 um 15:27 Uhr
Anschläge auf FPÖ- und BZÖ-Zentralen

Farbbeutel wurden in die Parteizentralen geworfen, Scheiben eingeschlagen. Wer hinter den Anschlägen steckt, ist ungewiss. Ein "Kommando R.O.S.A." bekannte sich entgegen ersten Meldungen nur zu einer Aktion auf dem Ulrichsberg.

In der Nacht auf Samstag wurden die Scheiben der Parteizentrale der Kärntner FPÖ am Feldmarschall-Konrad-Platz in Klagenfurt eingeschlagen und mehrere Farbbeutel in die Räumlichkeiten geworfen. "Ich bin fassungslos", sagte der geschäftsführende Landesparteichef Harald Jannach in einer ersten Reaktion gegenüber der Austria Presse Agentur. Entgegen ersten Meldungen hat sich bisher niemand zu den Anschlägen bekannt.

"Gewalt ist keine Lösung", meinte der FPÖ-Politiker. In einer Demokratie müssten andere Wege gefunden werden, seine Meinung zu äußern. Jannach vermutet hinter dem Anschlag "linke Demonstranten", die sich im Vorfeld des eigentlich abgesagten Ulrichsbergtreffen am Sonntag in Klagenfurt aufhalten und "antifaschistische Aktionstage" veranstalten.

Bei einer kleinen Kundgebung Freitagabend im Klagenfurter Zentrum wurde ein Demonstrant vorrübergehend festgenommen. Die Gedenkstätte am Ulrichsberg wurde von Aktionisten einer sich selbst als "Kommando R.O.S.A." bezeichnenden Gruppe mit rosaroten Luftballons behängt. Entgegen ersten Meldungen bekannte sich diese Gruppe nicht zu den Anschlägen auf die BZÖ-Parteizentrale. In einem Schreiben an Josefine Broz vom "Aktionskomittee gegen den Kärntner Konsens" bezeichnete sich "Kommando R.O.S.A. lediglich als Urheber der Luftballon-Aktion am Ulrichsberg.

Broz Trotz Absage des umstrittenen Heimkehrertreffens will die Kärntner FPÖ am Sonntag auf den Ulrichsberg wandern und eine Kranz niederlegen.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/klagenfurt/2137638/ansch...

Neue Kärntner Tageszeitung -

Neue Kärntner Tageszeitung - 19.09.09
Peinlich: Rechte Recken stellen falsche Gegner an den Pranger
Via Internet versuchen Nationale, angebliche Kärntner "Hintermänner", die gegen den Ulrichsberg arbeiten sollen, aufzublatteln. Es ging in die Hose: Die Genannten bestreiten ihre Gegnerschaft. Hoppala.

VON HORST KAKL

KLAGENFURT. Vor der morgigen Kranzniederlegung am Ulrichsberg durch Vertreter der FPÖ blasen rechte Recken im Internet zur Propagandaschlacht. In einem Artikel, der gestern auf eine einschlägige Site gestellt wurde, versuchen sie, ihre Gegner aufzublatteln und damit einzuschüchtern. Doch sie hauen daneben.

Auf der rechtsnationalen Homepage nennen unbekannte Autoren etliche Namen von Kärntnern, die sich gegen die - heuer abgeblasene - Gedenkveranstaltung stellen sollen. Angekündigt wird das als "Aufklärungsarbeit über die Hintermänner des Ulrichsberg-Skandals". Enthalten sind Lebensläufe, Wohnadressen und/oder Mitgliedschaften bei diversen Vereinigungen.

Nur: Die angeführten Personen zählen nicht oder nur am Rande zu den Ulrichsberggegnern. Peinlich für die Rechten, die ihre Kontrahenten gerne mit der unterschwelligen Botschaft schrecken, viele Informationen über sie gesammelt zu haben. Motto: "Wir wissen, wo ihr wohnt!" In Wahrheit wissen sie (fast) nichts.

"Da wurde schlecht recherchiert", sagt ein Universitätsprofessor, den die Nationalen als "Hintermann" anführen, "denn ich habe zwar eine kritische Distanz, aber auch eine Gesprächsbasis zu beiden Seiten." Verängstigen lässt er sich durch die Veröffentlichung seines Namens und Bildes nicht: "Ich fühle mich nicht gefährdet."

Daten im Internet gesammelt
Werner D. (Name geändert) befindet sich deto im rechten Visier. Er sagt: "Da wurden Bilder von Netzwerkplattformen veröffentlicht und Daten aus dem Internet gesammelt. Vieles stimmt nicht. Ich habe mit dem Ulrichsberg nichts zu tun." Ein Dämpfer für die angebliche Allwissenheit der "Völkischen" ...

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