hunger
hunger nach freiheit.
ein mensch hungert sich zu tode, um nicht in sein land zurück zu müssen. um in einem anderen land bleiben zu können. um leben zu können. nur wenige menschen in industrialisierten ländern sind sich dessen bewusst, was es bedeutet, sich diesen schmerzen auszusetzen, um anderen zu entkommen. symbolisch gesehen, hat der akt des hungerns, welcher bedeutet auf das essentiellste zu verzichten, einen sehr tiefgründigen wert. es bedeutet, dass mensch nach einem scheinbar einfachen mittel sucht, so einfach und doch so grauenvoll in der ausführung, um dabei aufzuzeigen, dass flucht nie freiwillig ist.
vielleicht wird es in einigen tagen wiedereinmal heißen "der staat lässt sich nicht erpressen". denn letztendlich kann der hungerstreik als erpressung gesehen werden. aber der mensch hat es ja freiwillig gemacht. so wie es seine flucht war.
zur zeit heißt es noch, die todesursache sei unklar, eine obduktion muss gemacht werden. es muss ein grund gefunden werden, warum der mensch gestorben ist, ein grund, um ihn in ein bewährtes schema zu pressen, nämlich das des bösen ausländers. vielleicht ist er in wirklichkeit ja an den drogen gestorben, die er vor der schubhaft vercheckt hat. vielleicht ist er an einer krankheit gestorben, denn er war sicher dreckig und ungepflegt.
vielleicht aber, war es einfach nur ein mann, der sich freiheit erhofft hat. aber nein, nicht in österreich. hier gelten andere regeln. eigentum [krems], gesetzt und und prinzipien [wir lassen das nicht mit UNS machen] vor menschenleben.
fuck off.
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