Wasserbomben für radikale Abtreibungsgegner_innen
Gestern am Abend dem 3.9.09 wurde das 30 Jährige bestehen der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt in Wien im Rathaus gefeiert. Verlegt wurden die Feierlichkeiten in den Rathauskeller – laut Bürger_innenmeister Häupl wegen einer defekten Klimaanlage, oder dergleichen, und nicht wegen den Abtreibungsgegner_innen, die eine Demo gegen den Empfang durchführten. Kann Mensch nur hoffen, dass das stimmt...
Anlässlich dieser Feier wurden – angeblich aus ganz Österreich – radikale Abtreibungsgegner_innen nach Wien gebracht. Sie beteten zuerst in der Kirche am Karlsplatz und sammelten sich dann vor dem Rathaus.
Empfangen wurden sie von Pro Choice Aktivist_innen ( Für die freie und legale Wahlmöglichkeit der Frau, ob sie einen Schwangerschaftsabbruch haben möchte, oder nicht) , die sich seit ca. 17:00 am Friedrich Schmidt Platz – gleich beim Rathaus – gesammelt haben. Laut Medien waren auf beiden Seiten ca. 700 Teilnehmer_innen.
Ab ca. 18:00 als die ersten radikalen Abtreibungsgegner_innen eintrafen verlagerte sich die Demo der Pro Choice Aktivist_innen auf die andere Seite des Rathauses, um näher bei den Christen_innen zu sein.
Von Seiten der Gegendemonstrant_innen wurden Reden gehalten, Parolen skandiert, Schilder und Transparente mit Slogans wie „Mein Bauch gehört mir“ gehalten. Zeitweise flogen Wasserbomben und Eier. Fleißig mit dabei und gefilmt hat mal wieder der LVT, aber soweit ich gesehen habe nur die Gegendemonstrant_innen.
Die radikalen Abtreibungsgegner_innen hatten Transparente mit Aufschriften wie 30 Jahre Holocaust am Fleischmarkt, oder Schilder mit „Recht auf meinen Bauch – Ja -; aber wenn wer anderer darin sitzt – Nein-“. Mit dabei war auch wie so oft ein riesiger aufgeblasener „Embryo“.
Forderung der „Pro Life“ Aktivist_innen ist Abtreibungen zu verbieten, egal aus welchen Gründen, und sind ebenfalls gegen Verhütung, oder Selbstbefriedigung, da dies ebenfalls Mord ist.
Laut WHO sterben jedes Jahr rund 80 000 Frauen in Folge einer illegalen Abreibung, das bedeutet, dass ungefähr alle 7 Minuten eine Frau stirbt, da sie in die Illegalität getrieben wurde. Und diese Zahlen erfassen sicherlich nicht alle Todesfälle.
Wir fordern daher:
Abtreibung raus aus dem Strafrecht, Schluss mit der Kriminalisierung und Einschüchterung und der versuchten Kontrolle von Frauen und Mädchen
Bessere Aufklärungsarbeit
Gratis Verhütungsmittel und Abtreibungen
Abtreibungsmöglichkeiten in jedem Krankenhaus
Schluss mit Terror von Abtreibungsgegner_inne vor Abtreibungskliniken
und vieles mehr!!!
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland – Abtreibung in Frauenhand
Smash patriarchism
bürgerliche Medien:
http://diestandard.at/
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Wasserbomben-bei-Abtreibungsdemo-0528876.ece
es haben auch andere geschrieben, aber wie immer fast das selbe.
Schade war, dass die meisten
Schade war, dass die meisten Gegendemonstrant_innen schon recht früh gegangen sind und nur mehr wenige gegen die sexistischen und homophoben Reden und Gebeten Parolen schrien.
Aber dafür, dass wir nur so wenige waren, waren wir sehr laut :)
ich fands super, dass sich in
ich fands super, dass sich in 2 tagen mobilisierungszeit über 300 menschen mobilisieren haben lassen! top!