Honduras: Massiver Widerstand - Micheletti Diktatur lässt die Todesschwadrone von 1980 wieder aufleben
Die Micheletti Diktatur in Honduras, in der auch Todesschwadron-Mitglieder der "Battalione 3-16", Billy Joya, Nelson Willy Mejía Mejía und Napoleón Nassar Herrera etwas zu sagen haben, haben seit dem Staatsstreich am 28. Juni 2009 Menschenrechte ausgehebelt, mindestens drei Menschen “verschwinden lassen”, fast zehn Personen außergerichtlich hinrichten lassen und Hunderte Menschen inhaftiert. Trotz allem haben Proteste nie zuvor gesehenen Ausmaßes stattgefunden, die am 11. August 2009 mit der Ankunft von über 70.000 DemonstrantInnen und Tausender anderer in San Pedro Sula gipfelten. Koordiniert wurden diese Massenproteste von der Front gegen den Staatsstreich. Im 19. Kommuniqué der Front steht zu lesen: sollte das Micheletti Regime nicht in den nächsten Tagen zurücktreten und Zelayas PräsidentInnenschaft wiederhergestellt sein, werde die Front die Aktionen des Zivilen Ungehorsams ausweiten, die die Wirtschaft bereits gelähmt haben und nationale und internationale Strafprozesse gegen die Verantwortlichen der außergerichtlichen Hinrichtungen und anderer Menschrechtsverstöße beantragen.
Die westliche Presse hat mit wenigen Ausnahmen kaum über die Beteiligung der Todesschwadron-Mitglieder in Michelettis De Facto Regierung berichtet. Auch nicht über die “Verschwundenen”. Sie haben die Zahlen der außergerichtlichen Hinrichtungen untertrieben und die fragwürdigen Zusammenhänge mit der Todesschwadron von 1980 fast vollständig ausgeblendet. In der Zelaya Regierung arbeiteten ebenso Todesschwadron-Mitglieder, gegen die von CODEH und anderen honduranischen Menschenrechtsorganisationen Einspruch erhoben wurde. Der "Arias" Plan von Obama, Clinton und Lula erwähnt absichtlich nicht, ob Todesschwadron-Mitglieder aus Koalitionsregierungen ausgeschlossen werden sollen, oder nicht.
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