Es wurden 2 neue Wagenplätze geschaffen, da nach Täuschungen seitens der Stadt Wien die Bewohner_innen des bisherigen Wagenplatzes Kimmerlgasse praktisch auf der Strasse stehen. Einer befindet sich in der Hafenzufahrtsstrasse im 2. Bezirk, der andere ehem. Baumgasse ist im Moment auf der Suche nach einem neuen Platz.
Timeline: (aktueller Infos im neuen Feature)
(auch bei Twitter)
17.August: Wagenplatz zieht von der Baumgasse auf die Aspanggründe
4.August: Keine Zukunft für den Platz in der Baumgasse. Bis zum 20.8. muss er geräumt sein
29.Juli: Am 4. August nächstes Gespräch mit VertreterInnen der Liegenschaftsverwaltung der Firma Porr. Bis dahin Duldung.
28.Juli: Keine Räumung! Erste Verhandlungen mit der Firma Porr
26.Juli: Wagenplatz Baumgasse von Räumung bedroht
22./23. Juli: 2 neue Wagenplätze
Berichte: Aufruf Wagentage I Wien dreht durch- und hat 3 Wagenplätze I | Stellungsnahme WP Hafenstrasse I Pressereaktionen
Photos: Bilder Baumgasse I Bilder Hafenstrasse
Interviews: 1 I 2 I 3
Video: Video auf kanalb I Wagenralley (Youtube)I
Man spürt das Leben (wienweb)I ORF-Doku "Am Schauplatz"(youtube) I
Soliaktionen/erklärungen: Transpis I Bikekitchen I Grünen Leopoldstadt I Ernst Kirchweger Haus I CM Wien I i:da I
Vorgeschichte
Seit 3 Jahren gibt es in Wien einen Wagenplatz. Doch dieser musste wegen diverser Probleme immer wieder umziehen, bevor am Stadtrand im Simmering, in der Kimmerlgasse, ein Grundstück gemietet wurde, und der einzige Wagenplatz Österreichs dort realisiert wurde. Aber auch hier gingen die Probleme mit diversen Behörden weiter: Im Frühjahr 2008 kam es nicht nur zu einem Räumungsbescheid der Baupolizei -skurrile Begründung: die Fahrnisse sind mit ihrem Gewicht mit dem Boden verbunden, und brauchen deswegen eine Baugenehmigung-, sondern auch zu einer Strafdrohung von 21.000 € pro Wagen und Verfahren von Seiten der Umweltpolizei und zu einem frühmorgendlichen, überfallartigen "Besuch" von Polizist_innen und Beamt_innnen der MA 6.
Dagegen gab es einigen Widerstand und Solidarität. So wurde z.B. im Rahmen der internationalen Squatting Aktionstage ein Grundstück an der Arsenalstraße besetzt und dort ein Wagenplatzfest gefeiert. Eine Demo kurz vor Weihnachten erregte einiges an Aufsehen, da Hundertschaften von Polizist_innen eine kleine Schar von Aktivist_innen begleitete.
Einigung mit der Stadt?
In der Zwischenzeit war die Berufung gegen den Räumungsbescheid erfolgreich. Verhandlungen mit der Stadt Wien wurden geführt, und auch hier schien es nach einiger Zeit, dass es eine Einigung geben wird. Ein Platz im 22. Bezirk im Eigentum der Stadt Wien wurde gefunden, welches gegen eine geringe Miete dem Wagenplatz zur Verfügung gestellt werden sollte.
Doch die Rechtsaußen-Partei FPÖ war dies ein Dorn im Auge. Vor allem Toni Mahdalik, der sich auch für ein generelles Demoverbot in Geschäftsstraßen ausspricht oder gegen die Pankahyttn hetzt, machte in Form von Websites und Presseaussendung gegen den Wagenplatz mobil. Dieser antwortete in Form von Satire und Persiflage.
Doch die Stadt gab nach. Nachdem der aktuelle Platz von den Bewohner_innen gekündigt wurde, kam ein neues "Angebot" der Stadt Wien: Eine Miete, die 44x so teuer ist wie ursprünglich ausgemacht, und ca. doppelt so teuer wie die jetzige, obwohl der neue Platz kleiner wäre. Mit den neuen Fakten stand der Wagenplatz und seine Bewohner_innen praktisch wieder auf der Strasse.
Als Reaktion darauf gab es eine Spontankarawane zum Rathaus und den Besuch einer Gemeinderatssitzung.
Um gegen diese Situation zu protestieren wurden Wagentage unter dem Motto "Wien dreht durch" organisiert.
Sehenswerte Doku über den Wagenplatz Wien
Am Schauplatz - Fahrendes Volk
Sie sind bereit auf Komfort zu verzichten: junge Menschen, die im Wohnwagen leben. Doch in Wien ist das nicht einfach.
Sie wollen anders leben als der Durchschnitt. Dafür sind sie bereit, auf einiges an Komfort zu verzichten: junge Menschen aller Altersstufen, die sich in den Kopf gesetzt haben, im Wohnwagen zu logieren. Doch in einer Stadt wie Wien ist das alles andere als einfach. Behördenauflagen machen das Leben im mobilen Eigenheim fast unmöglich. Seit drei Jahren sind Jacob, Lena, Martin und ihre Freunde auf der Suche nach Plätzen, an denen sie bleiben können, aber nirgends will man sie als Nachbarn haben. Dabei tun sie nichts Böses, gehen ihrer Arbeit und oft noch gleichzeitig einem Studium nach. Jetzt ist der Wagenplatz auch noch in die Mühlen des Wiener Wahlkampfs geraten - eine scheinbar ausweglose Situation so kurz vor dem Winter. Aufgeben wollen die jungen Leute trotzdem nicht.
Die "Am Schauplatz"-Reportage von Robert Gordon begleitet die Leute vom Wagenplatz in ihrem Alltag.
Komplett auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=qR_m9pjTMBc
http://www.youtube.com/watch?v=PgxT62yu5pM
http://www.youtube.com/watch?v=OZNsXbMiXoI
http://www.youtube.com/watch?v=bOImnpSTK00
oder hier zum
oder hier zum downloaden:
http://rapidshare.com/files/268179648/AS-FV20090814.part1.rar
http://rapidshare.com/files/268426725/AS-FV20090814.part2.rar
http://rapidshare.com/files/268496426/AS-FV20090814.part3.rar
adressen, tel.nummer, e-mails
Dr. Michael Ludwig,
Vizebürgermeister &
Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung
zuständig für das tolle "Angebot" mit der Lobau
und als Wohnbaustadtrat weiterhin zuständig für den Wagenplatz
freut sich sicherlich über etwas Bürgerbeteiligung, über sie spricht er ja gerne.
Büro des Stadtrats
Bartensteingasse 9, 2. Stock
1010 Wien
Tel: 01/4000-81261
Fax: 01/4000-99-81261
michael.ludwig@wien.gv.at oder
post@gws.wien.gv.at
Solierklärung der Pankahyttn vom 22. Juli 2009
1-2-3-viele Wagenplätze
Wir, die Initiative Pankahyttn, erklären uns solidarisch mit den AktisistInnen des Wagenplatz Wien, die in den letzten Tagen 2 leerstehende Grundstücke in Gemeindebesitz zwischennutzen.
Die BewohnerInnen des Wagenplatzes WXI in der Simmeringer Kimmerlgasse müssen Ende August ihr Grundstück verlassen. Diese prekäre Situation entstand durch den Umfaller der Gemeinde Wien bei den Verhandlungen um ein Ersatzgrundstück. So erhöhte sich zB der Mietpreis auf fast das Vierfache, 22000 € jährlich.
Wagenleben muss möglich sein – und leistbar Wir fordern die Gemeinde auf, zur Lösung des von ihr erzeugten Problems wieder in ernsthafte Verhandlungen mit den WagenbewohnerInnen einzutreten.
Wir freuen uns jedenfalls, dass es in Wien nun 3 Wagenplätze gibt.
Selbstbestimmtes Leben ist ein Menschenrecht
Alles für Alle
Wagenplätze vor
Pankahyttn ist
Wagentage ab 23.7
Radio- & Videobeiträge:
Feature über den Wagenplatz in Wien auf srw2:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2552994
Wagenplätze überall - Aktuelle Sendung von Radio Dreyeckland Freiburg zu den neuen Wagenplätzen in Wien:
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=29179
Seit dem 22.. 07. 09 gibt es in Wien 3 Wagenplaetze - ein Interview auf Radio Orange:
http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=13666
Video auf kanalB zu den neuen Wagenplätzen in Wien:
http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=2411
Samstag, 15.8 ab 19 uhr
Was wäre wenn……
……..wir hier einen neuen Lebensraum für Menschen schaffen
…….wenn das ein offener Platz für kulturschaffende Menschen wäre
…….wenn wir aus unseren Träumen Wirklichkeit machen
…….wenn unkommerzielle Projekte den Vorang hätten
…….wenn Wien wirklich anders wäre
UND WAGENLEBEN IN DIE STADT EINZIEHT!!!!
Wir, der Wagenplatz Noch-Baumgasse, laden zu unserem kulturellen Abend, am Samstag den 15.08.09 ab 19 Uhr, unter dem Motto “Was wäre wenn……” ein.
Es soll an diesem Abend natürlich an nichts fehlen und daher bieten wir ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm an.
Angefangen von Lesungen aus den Satiren von Ephraim Kishon und Peter Turrini, einem exquisiten Buffet von Starkoch Patrick Müller (Silent Cooking), einer Feuerperformance,… bis hin zu einem Informationspunkt über unsere aktuelle Situation.
Wir haben aus gegebenem Anlass nicht nur was für Ohren und Gaumen, sondern es wird Austellungen zu verschiedenen Themen geben und besonders freuen wir us über Tina Leisch, die ihren Film “Dagegen muss ich etwas tun” zeigen wird.
Das ganze Geschehen wird musikalisch unterlegt von lokalen DJanes.
Damit wollen wir bewusst zeigen, dass wir einerseits nicht nur von Zwischennutzung reden und dies auch tun sondern andererseits auch für vielfältigste, kulturelle wie künstlerische Aktivitäten offen sind und gerne einen Platz dafür schaffen wollen.
Uns ist klar, dass wir die Liegenschaft in der Baumgasse 131 verlassen müssen.
Nichts desto trotz wollen wir diesen Platz solange wie möglich noch beleben, als bald es dann ab 20. August wieder zu einer kargen, unbenützten Brache wird, wie sie es seit Jahrzehnten war und wieder sein wird.
Eine traurige Bilanz aber für uns ist es wichtig dies aufzuzeigen und diese Stadt aus ihrer Ohnmacht zu rütteln. Wir werden diese Stadt weiter beleben und sei es auf der Strasse.
Wir lösen uns nicht in Luft auf, genauso wenig wie unsere Wägen.
Wagenleben legal illegal – die Stadt hat die Wahl
ein paar postings
wurden versteckt, und zwar jene, deren infos ins feature einflossen.
vielen dank fürs updaten helfen!