Aufruf
für den Autonomen feministischen Frauenlesbenblock - Regenbogenparade 2009
Dieses Jahr beteiligen wir, autonom feministische Frauenlesben, uns an der Regenbogenparade 2009.
Wir sehen unsere Beteiligung unter anderem als Reaktion auf die zunehmende Verkommerzialisierung der Regenbogenparade-Demonstration durch eine hierarchisch bestimmte Organisationsform, geschaffen durch extrem hohe Teilnahmegebühren und sonstige Auflagen. Dadurch wird die historische Bedeutung mit ihren kämpferischen Anfängen von Stonewall in den Hintergrund gedrängt und so verliert eine kämpferische Position an Bedeutung und Wichtigkeit. Die Regenbogenparade wie sie in Österreich und auch anderswo durchgeführt wird verkommt so zu einem Happening wobei jeglicher politischer Anspruch verloren geht.
Unsere Position zu den Schwulenlesben-Paraden und zur Regenbogenparade in Wien 2009 ist es, daß es eine gemeinsame vielfältige Demonstration aller Lesben und Schwulen, aller Menschen - auch der FreundInnen und SympatisantInnen und politisch bewegten Menschen ist oder sein sollte. Diese Gemeinschaft ist vielfältig und bezieht auch unterschiedliche Positionen. So haben z.B. wir feministische Frauenlesben eine eigene: wir sind politisch Bewegte, frei und kämpfen gegen das Patriarchat und den Kapitalismus, für die Revolution für alle/uns Frauenlesben. Wir beteiligen uns politisch kritisch und kämpferisch als autonomer Teil der Lesbenschwulenbewegung Österreichs an der Regenbogenparade Demonstration 2009,eben z.B. aufgrund der vorherrschenden männlichen Dominanz und der dadurch gleichzeitigen ob gewollt oder nicht gewollten Unsichtbarmachung der autonomen feministischen Frauenlesbenbewegung. Wir bekämpfen Sexismus und Rassismus, auch in der Lesben- und Schwulenbewegung, treten auf gegen einen immer wieder neu aufgelegten Antisemitismus und für einen kämpferischen Antifaschismus. Zum anderen wollen wir durch unsere Teilnahme als feministische Frauenlesben die vorherrschende männliche Dominanz, auf der Parade und in Bezug auf die gesellschaftlich patriarchalen Verhältnisse durchbrechen und gemeinsam darüber hinaus gehen. Wir beteiligen uns kritisch als Projekt gegen die völlig akzeptierte und unhinterfragte Kommerzialisierung der Demonstration, die ausschließlich von Firmen und Konzernen ausgeht. Die Kommerzialisierung dient ausschließlich den Firmen und Konzernen zur Profitmaximierung und wir sind entschieden gegen die Hinnahme dessen.
+ gegen die Kommerzialisierung der Regenbogenparade!
+ gegen eine hierarchische Demo Organisationsform die viel Zahlende bevorzugt!
+ gegen die vorherrschende männliche Dominanz!
+ für die Sichtbarkeit von Frauenlesben!
+ wir rufen auf zum autonomen feministischen Frauenlesben Block!
+ für immer wieder neu: Stonewall!
+ für rote Zora´s überall!
TREFFPUNKT
für den Autonom-feministischen FrauenLesbenblock:
4. Juli 2009 um 13 Uhr
Wollzeile/ Ecke Riemergasse