Wien: Spontan- Demo vor englischer Botschaft gegen Repression

gepostet am 22. Jänner 2009 - 13:26 von shac solidarity

Heute um ca. 16:30 versammelten sich 15 Personen zu einer Spontandemonstration vor der britischen Botschaft in der Jauresgasse 12 im 3. Bezirk in Wien. Mit 2 Transparenten „Solidarity with SHAC7 - Free Dan, Gregg, Heather, Natasha, Dan, Gavin, Gerrah“ und „One Struggle, one Fight“ wurde lautstark gegen das heute verkündete Urteil gegen sieben SHAC (STOP HUNTINGDON ANIMAL CRUELTY) Aktivist_innen demonstriert. Dan wurde zu 5 Jahren, Gerrah zu 4 Jahren, Heather zu 11 Jahren, Gregg zu 9 Jahren, Natasha zu 9 Jahren, Gavin zu 8 Jahren und Daniel zu 4 Jahren verurteilt. SHAC ist eine internationale Kampagne von Tierrechtler_innen und Tierbefreier_innen die sich 1999 in England gegründet hat. Sie hat zum Ziel eines der größten Tierversuchslabore, den englischen Konzern Huntingdon Life Sciences (HLS), ein für allemal zur Schließung zu bewegen. In den fast 10 Jahren war SHAC unglaublich erfolgreich, beeinflusste über Jahre massivst den Aktienkurs von HLS, unzählige Geschäftspartner_innen und Investor_innen kündigten sämtliche Geschäftsbeziehungen. Immer wieder wurde HLS von der britischen Regierung unter die Arme gegriffen. So bot sie zum Beispiel HLS ein Konto und eine Versicherung an, nachdem sonst niemand mehr bereit war Geschäftsbeziehungen mit ihnen einzugehen. Über die letzten 10 Jahre wurden in England die Gesetze gegen Tierrechtsaktivist_innen immer weiter verschärft und Demonstrationsrechte laufend eingeschränkt.
So ist es leider kein Einzelfall mehr, dass im Mai 2008 der englische TR-Aktivist Sean Kirtley zu einer viereinhalb-jährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, weil er die Webseite einer Kampagne gegen ein Tierversuchslabor betreute.

In Amerika, wo die SHAC-Kampagne auch sehr erfolgreich lief, wurden bereits im März 2006 6 SHAC-Aktivist_innen nach einem Anti-Terror-Gesetz zu Freiheitsstrafen von drei bis sechs Jahren verurteilt.

Am 01. Mai 2007 wurden nun im Rahmen der internationalen „Operation Achilles“ 32 Wohnungen und Häuser in England und den Niederlanden durchsucht und 15 Leute festgenommen. Ein Großteil wurde nach wenigen Tagen, teilweise unter Bewährungsauflagen wieder entlassen. Einige blieben bis zum Prozessauftakt im Herbst 2008 im Knast. Nach einem viermonatigen Prozess wurde nun heute das Urteil gesprochen. Der Vorwurf lautete „conspiracy to blackmail“ - also, dass die Angeklagten eine Verschwörung zur Erpressung von Unternehmen - eingegangen seien.
Hierbei kam es nicht darauf an, dass den Betroffenen konkret einzelne Straftaten nachgewiesen werden konnten. Stattdessen wurde durch Indizien eine konspirative Vereinigung konstruiert, was schlussendlich zur Verurteilung geführt hat. In den nächsten Tagen wird in England ein zweiter Prozess gegen sechs weitere SHAC Aktivist_innen vor dem gleichen Gericht, mit den selben Indizien beginnen.
Die massive Repression gegen die britischen Tierrechtsaktivist_innen müssen ganz klar in einem internationalen Kontext gesehen werden. So kann es kein Zufall sein, dass im Terrorismusbericht von Europol aus dem Jahr 2008, Tierrechtsaktivismus und auch namentlich die SHAC-Kampagne als terroristische Gefahr für die europäische Union tituliert wurden. Im selben Jahr begann auch in Österreich massivste Repression gegen Tierrechtsaktivist_innen. Zehn Personen waren über 3 Monate in Untersuchungshaft – hier steht der Prozess noch aus.
Freiheit für alle SHAC Gefangenen in England, wie in den USA! Huntington Life Sciences ein für alle mal schließen!

Ergänzungen

super aktion & toll, dass

super aktion & toll, dass die SHAC - Kampagne und die Repression, welche diese mit sich bringt, hierzulande nicht vergessen werden.

One struggle - One fight!

Fotos auf Indymedia

Fotos auf Indymedia Deutschland!

http://de.indymedia.org/2009/01/240113.shtml

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