Solidarität mit Steffi,Sven und Lukas!!!

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Date

1.12.2008., 1:40

Name

Freiheit!!!

Unterstützungskundgebung für die Münchner HausbesetzerInnen im Knast!!!

05.12.2008; Treffpunkt: 12:30 am Schwarzenbergplatz.

Im Jänner 2008 wurden 3 HausbesetzerInnen vor dem Landesgericht München I
zu je 5 Jahren wegen versuchten Totschlags verurteilt. Bei der
Verteidigung eines Hauses in der Münchner Westendstraße Ende Juni 2007
griffen sie die Bullen mit Steinen an, wobei sich ein Bulle einen
Brustwirbelbruch zuzog. Der genaue Grund für die Verletzung konnte jedoch
nicht erörtert werden. Mit der Anklage auf versuchten Totschlag wird ein
Präzedenzfall geschaffen. Aufgrund der Riots im Zuge der G8-Proteste in
Rostock einige Wochen zuvor gab es von Seiten von Staat und Justiz schon
die Überlegung Steinwürfe zukünftig mit versuchtem Totschlag zu ahnden. Im
Fall der drei Leute aus München wurde dieses Vorhaben konkretisiert.
Damit wird eine weitere Kriminalisierung von Linken und Antiautoritären
Bewegungen geschaffen.

Solidarität mit Steffi, Sven und Lukas!!!! Und nieder mit allen Knästen!!!

Kommentare

...ist eine schwierige

...ist eine schwierige sache...

versuchter totschlag ist ein kapitalVERBRECHEN... ein bißchen steinewerfen so zu ahnden mag hart erscheinen - aber: totSCHLAG ist eigentlich im wahrsten sinne des wortes sehr treffend... und steine wirft man um schaden anzurichten- wenn man einen stein gegen ein auto wirft dann ist einem klar das da was kaputt gehen wird- wenn man steine gegen einen menschen wirft (wenn auch gegen einen gegener in panzerung) sollte einem auch klar sein das das schaden anrichtet- und deswegen macht man das ja auch.... das ist einen vorsatzkonstruktion die die vier vor gericht entkräften müssen...

meine solidarität haben sie nicht- aber mein mitgefühl- wieso? :
-ich weiß wies bei einer hausbesetzung hergehen kann und ich weiß das die bullen nicht gerade zimperlich mit einem umgehen (daher mitleid)- aber steine werfen- und zwar gegen personen- ist nicht im sinne meines kampfgedankens- es verstößt gegen grundsätze für die ich eigentlich kämpfe und seien wir uns ehrlich - die steinewerfer der letzten jahre - auch in wien- haben der bewegung eher geschadet als ihr geholfen (wie muss ich glaub ich nicht weiter ausführen)...

also was macht man in so einer situation ?
darauf achten das der prozess fair abläuft- nicht von unschuldig sprechen (denn das sind sie nicht, sorry), aber den prozess beobachten und darauf achten das nicht szeneklischees dafür verwendet werden sie zu verunglimpfen und gegen sie zu taktieren.

aber hier von einem aggressiven und untollerierbarem akt gegen eine ganze bewegung zu sprechen, also im sinne des großen wortes solidarität zu agieren wird hier ein schmerzhafter schuß ins eigene bein sein....

und zum schluß: ok- ehrfahrungsgemäß gehen die wogen hoch und die emotionen erst recht- also bevor ihr über mich herfallt: versucht drüber nachzudenken und mitzudiskutieren- wie gesagt- das sind meine überlegungen- welche habt ihr ?

P.S.: nieder mit den

P.S.: nieder mit den knästen wäre dann wohl der diskussionstitel *gg*

auf den punkt gebracht:
es wird halt schwer sein gegen besoffene knüppelnde wiener polizisten zu argumentieren wenn man sich auf der anderen seite hinstellt und sagt: einen stein auf einen menschen zu werfen sein vollkommen in ordnung...

"Im
Fall der drei Leute aus München wurde dieses Vorhaben konkretisiert.
Damit wird eine weitere Kriminalisierung von Linken und Antiautoritären
Bewegungen geschaffen."
-also gehört steinewerfen zum usus linker und antiautoritärer bewegungen ?

ich denke es ist klar das öffentlichkeitsarbeit ca. 80% unserer tätigkeit ausmacht- daher stellen sich vier fragen:
-was denkt die öffentlichkeit über diesen Fall ?
-wieso denkt die öffentlichkeit so über diesen Fall ?
-was sollte die öffentlichkeit richtigerweise über diesen Fall denken ?
-wie schaffen wir es das die öffentlichkeit richtig über diesen fall denkt?

Uneingeschränkte

Uneingeschränkte Solidarität !!! Sofort ! Wie oft setzt das USK Gewalt ein ?! Jeden Tag !!! Erst wenn sie diese Einheit abschaffen, wird Frieden auf den Demos einkehren !

Ich finde es schon einen

Ich finde es schon einen enormen Unterschied, wenn Steine werfen nicht mehr mit Landfriedensbruch oder schwere Körperverletzung, oder so was sondern mit versuchtem Totschlag geahndet wird. Ich finde es auch berechtigt( obs sinnvoll ist is ne andere Frage) Steine zu schmeißen, solange die Gegenüberseite viel schlimmere Mittel zur Unterdrückung verwendet. Interessieren würde mich noch von welchen fliegenden Steinen in Wien die Rede war.