dieses gedicht habe ich geschrieben um einen vorfall zu verarbeiten, der vor wenigen jahren in der linken szene passiert ist.
als du mir plötzlich über den weg liefst
dein gesicht eine verschwomene erinnerung
an der seite eines guten freundes bist du gelaufen
an einem ort wo ich mich sicher fühlte
wo der politische anspruch gegeben war
mein blut ist gefroren
perplex, nicht fähig zu handeln
seh ich dich unbeschwert bewegen
mit einer leichtigkeit die ich nicht verstehe
tausend gedanken lähmen mich
kann nicht einen klar denken
der abend kommt wieder hoch
an dem ich mich verloren fühlte
viel hab ich deswegen nachgedacht
dein gesicht mittlerweile fest eingeprägt
seh ich dich wieder eines tages
werde ich handeln, dir die leichtigkeit nehmen
mit roher gewalt, etwas anderes geht nicht mehr
fragt mich der freund dann,
warum machst du das,
werde ich keine worte zum erklären suchen
keine rechtfertigung
denn diese last, musst du tragen
deine konsequenzen
so wie ich meine trage,
aber vor allem sie ihre trägt
Ergänzungen
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