400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen

gepostet am 22. Juni 2008 - 1:42 von xy

Am 21.6.08, genau einen Monat nach den Hausdurchsuchungen und Festnahmen welche fadenscheinig auf dem §287a begründet werden, fand eine große Solidaritäts-Demonstration für die seit einem Monat in Untersuchungshaft sitzenden TierrechtsaktivistInnen statt.

Die 380 TeilnehmerInnen sammelten sich heute bei sengender Hitze am Uhlplatz in Wien. Abkühlung brachten Wasserpistolen und Wasserbomben, diese Abkühlung fanden die Beamten in unverständlicher Weise nicht so prickelnd wie die DemonstrantInnen. Die Demoroute führte lautstark am Schubhäfn am Hernalsergürtel vorbei, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Es wurde auf die Situation in Österreich lebenden MigrantInnen verwiesen und auf die Bedingungen von Schubhaft.
Die nächste Station war die Justizanstalt Josefstadt in der Wickenburggasse 18-22. Einige der gefangenen TierrechtsaktivistInnen sitzen dort in Haft. Es wurden Redebeiträge verlesen und die von der Gefängnismauern gentrennten lautstark gegrüßt. Mit Parolen, Feuerwerkskörpern, Trillerpfeifen und Trommeln zeigten die Menschen, dass die Gefangenen nicht alleine sind und dass ihnen unsere ganze Unterstützung gilt. Denn gemeint sind wir alle!
Eigentlich sollte die Demo auf der Zweierlinie bis zum Marcus Omufuma Denkmal beim Museums Quartier gehen, die Stadt untersagte jedoch die Route und die Polizei ließ die Leute nicht die gewünschte Route gehen. So zog die Demo parallel zur Zweierlinie Richtung Mahü. Die Polizei wurde Aufgrund der Feuerwerkskörper schon langsam nervös und genervt. Auf der Mariahilferstraße angekommen, trafen die TeilnehmerInnen noch zwei Menschen von einer Kletteraktion an und halfen ihnen von der Masten zu kommen, wo kurz vorher noch ein 9x3 Meter großes Transpi hing. (Fotos kommen nach)
Die Schlusskundgebung beim Marcus Omufuma Denkmal ließ die Demo ausklingen, es wurde über das Schicksal von Omufuma berichtet, der während seiner Abschiebung von der österreichischen Polizei getötet wurde.
Anschließend begaben sich viele Leute zum gleich daneben stattfindenden Straßenfest und aßen und tranken, natürlich gegen Spende für die Inhaftierten.

Alles in allem eine nette und vor allem Laute Demonstration, die Gefangenen haben uns sicher gehört.

Solidarität ist muss!

Freiheit für die inhaftierte TierrechtsaktivistInnen und für alle politischen Gefangenen!

Weg mit §278a!

Bilder: 
400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen
400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen
400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen
400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen
400 Leute auf der Solidemo für die Gefangenen TierrechtsaktivistInnen

Ergänzungen

Telefon-/Email-Aktionstag in Deutschland

Aufruf zum deutschlandweiten Telefon-/Email-Aktionstag für die Freilassung der österreichischen Tierrechtsgefangengen am 24./25.6.

BITTE WEITERLEITEN!!!! BITTE WEITERLEITEN!!!!

Seit den Razzien am 21.5. gegen Tiertschützer_innen und Tierrechtler_innen sitzen noch immer 10 AktivistInnen in U-Haft. Weiterhin ohnen konkreten Tatvorwurf geschweige denn Beweise. Wir fordern die Freilassung unserer österreichischen Genoss_innen und rufen dazu auf, bei den österreichischen Repräsentant_innen in Deutschland gegen das völlig unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei und die noch immer andauernde Einsperrung von Aktivist_innen zu protestieren.

Ruft bei der Botschaft in Berlin oder den beiden Generalkonsulaten in Hamburg und München an, sendet Emails und schickt Faxe. Fordert die dortigen Verantwortlichen dazu auf, sich für die Freilassung unserer Genoss_innen einzusetzen. Lasst die Botschaft und die Generalkonsulate durch Mails etc spüren, dass wir wütend sind, und dass wir solange weiter protestieren werden, bis unsere Freund_innen und Genoss_innen aus der Haft entlassen sind.

Für die Freilassung der unserer inhaftierten Genoss_innen!
Für eine Gesellschaft ohne Käfige und Knäste!

Österreichische Botschaft in Berlin (Botschafter Dr. Christian Prosl)

(030) 202 87-0
(030) 269 34 28-0 (Konsularabteilung)

Fax: (030) 229 05 69

Email: berlin-ob@bmeia.gv.at

Generalkonsulat in Hamburg (Konsul Leopold Köllner)

(040) 41 32 95-0

Fax: (040) 45 29 07

Email: hamburg-gk@bmeia.gv.at

Generalkonsulat in München (Konsulin Dr. Senta Wessely-Steiner)

(089) 99 815-0 (Amt)
(089) 99 815-41 (Allgemeines, Wahlen)
(089) 99 815-43 (Staatsbürgerschaft)

Fax: (089) 98 10 225

Email: muenchen-gk@bmeia.gv.at

Vorschlag für eine Protestmail/Fax:

Sehr geehrte Herr/Frau xy,

am 21.05.2008 wurden in Österreich zahlreiche Hausdurchsuchungen bei
Tierschutz- und Tierrechtsaktivist_innen durchgeführt sowie
Räumlichkeiten von Tierschutzorganisationen durchsucht. Des Weiteren
wurden 10 Aktivist_innen verhaftet und befinden sich nun auf Grund des
Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft, welche Anfang Juni um einen weiteren Monat verlängert wurde. Dies weiterhin ohne jegliche konkrete Beweise oder Tatvorwürfe.
Es ist meiner Meinung nach an Absurdität kaum zu überbieten, dass
bewaffnete Spezialeinheiten der österreichischen Polizei einen
derartigen Rundumschlag gegen eine soziale Bewegung durchführen. Dieser
Willkürakt ist demokratiepolitisch gesehen ein Armutszeugnis.

Ich schreibe Ihnen, um meine entschiedene Ablehnung gegenüber den gegen
Tierrechtler_innen ausgeführten Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen
zum Ausdruck zu bringen! Ich fordere Sie, stellvertretend für die
Regierung Österreichs, auf, die betroffenen Aktivist_innen unverzüglich
frei zu lassen. Ich verstehe die Durchsuchungs- und Verhaftungswelle als
Versuch, legitimen Protest zu illegalisieren und spreche mich vehement
gegen diese Repression aus!

Die Konstruktion des §278a über die mutmaßliche Bildung einer
kriminellen Vereinigung lehne ich ab und verurteile die Versuche, die
österreichische Tierrechtsbewegung durch derartige Gewaltaktionen zu
schwächen, entschieden. Die Befreiung der Tiere aus ihrem Zustand
gesellschaftlich vermittelter Ausbeutung und Unterdrückung ist weder
?kriminell? noch in irgendeiner anderen Form abzulehnen, sondern
notwendige Bedingung einer freien Gesellschaft. Der Kampf unserer
Genoss_innen ist ein Kampf, der die tierlichen Opfer vor weiterer Gewalt
und Ausbeutung bewahren soll. Es ist mir unverständlich, warum der
österreichische Staat diese Menschen bekämpft, anstatt mit daran zu
arbeiten, die Ausbeutung der Tiere zu beenden!

Aus diesem Grund fordere ich:

Sofortige Freilassung der Betroffenen österreichischen Tierrechtler_innen!
Sofortige Einstellung aller eventueller Verfahren!

400 gegen Häfen, Grenzen und Repression

Siehe Bericht auf: http://nochrichten.net/?p=240

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