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Gemeint sind wir alle - Unterstützungsaufruf für Betroffene der Repressionswelle

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Date

22.5.2008., 15:25

Name

antirep

Gemeint sind wir alle!

14 Hausdurchsuchungen und 10 Verhaftungen waren das Resultat einer groß angelegten Repressionswelle gegen TierrechtsaktivistInnen am 21. Mai 2007. Die Polizei ging dabei äußerst brutal und in jedem Fall unverhältnismäßig vor. Die Betroffenen befinden sich derzeit in Haft. Ob und wann sie freigelassen werden, ist unklar. Derartige Repression ist in unserem alltäglichen politischen Umfeld ungewohnt. Dennoch zeigt dieses Handeln erneut auf, was von seiten der staatlichen Behörden zu erwarten ist.

Repression beschränkt sich allerdings nicht auf Hausudurchsuchungen und Verhaftungen. Repression geschieht ebenso durch die Medienberichterstattung, die den Erfolg der Polizei im ‚Kampf gegen das Verbrechen‘ herausstreicht. Repression geschieht durch vage Angaben, dass weitere Maßnahmen geplant seien. Repression geschieht durch die ständig immanente Drohung: „Mach nichts, dann passiert dir nichts.“

Ob und wie Repression stattfindet, wird durch staatliche Behörden entschieden. Darauf haben wir wenig Einfluss. An uns liegt es mehr, sich möglicher Repression bewusst zu sein, einen Umgang damit zu finden und trotzdem poltitisch handlungsfähig zu bleiben.

Der wohl wichtigste Grundsatz im Umgang mit Repression ist und bleibt Solidarität. Es geht nicht darum, in welcher Bewegung Betroffene aktiv sind. Es geht nicht darum, welche Gruppen und Menschen uns in politischen Zusammenhängen sympathisch sind oder nicht. Repression zielt zwar scheinbar nur auf Einzelne ab, hat jedoch das Ziel, auf möglich viele einzuwirken, viele einzuschüchtern und politisches Handeln zu unterbinden. Nur durch gemeinsames Handeln können wir einen wirksamen Umgang mit Repression finden.

Es gibt Möglichkeiten mit und gegen Repression zu arbeiten. Es geht darum, anwaltliche Vertretung zu organisieren, in Prozessen beizustehen und alles zu tun, um den Schaden für die Betroffenen möglichst gering zu halten. Viele dieser Dinge kosten allerdings mehr Geld, als sich die Betroffenen leisten können. Deshalb braucht es unsere Unterstützung. Spendet für die aktuell Betroffenen, veranstaltet Soli-Partys oder stellt Spendenboxen auf. Zeigen wir den Behörden gemeinsam, dass wir in dieser Situation nicht hilflos sind.

Kommentare

Spendensparbuch wird morgen

Spendensparbuch wird morgen bekannt gegeben.

Solidemo in Hamburg

Ca. 100 Personen gingen heute in Hamburg auf die Strasse um ihre Solidarität zu den in Österreich kriminalisierten Tierrechtler_innen zu bekunden. Hintergrund für die Soli-Demo waren die 14 Hausdurchsuchungen und 10 Festnahmen von Tierrechtsaktivist_innen am vergangenen Mittwoch in Wien, Graz und Tirol. Die laufenden Ermittlungen fallen unter den Tatverdacht des österreichischen §278a (vergleichbar mit dem deutschen $129a) "Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mehr Informationen auf Indymedia Österreich unter http://at.indymedia.org/node/10343 .

Die Demo startete vor dem linken Zentrum Rote Flora und zog dann über diverse Hauptverkehrsstrassen kraftvoll zur Österreichischen Botschaft. Immer wieder skandierten die Demonstrant_innen lautstark Sprüche wie "Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen", "Freiheit für alle politischen Gefangenen", "Human liberation, animal rights, one struggle, one fight" oder "Solidarität ist nicht nur ein Wort, Tierbefreiung an jedem Ort". Während der ca. 1,5 stündigen Demo wurden 3 Redebeiträge gehalten, welche sich mit dem speziellen Fall in Österreich, aber auch mit Repression gegenüber linken Strukturen generell beschäftigten.

Die Österreichische Botschaft zeigte sich durch heruntergelassene Rollos an den Fenstern und durch die Polizei aufgestellte Absperrgitter gegenüber den Demonstrant_innen verschlossen.

http://de.indymedia.org/2008/05/218099.shtml

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