Nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate, die zahlreiche Tote an den Zäunen der Festung Europa zu Folge hatten, kam es auch zu mehreren Protesten. Es gab zahlreiche Aufrufe gegen das Morden an der Grenze und die Deportationen in die Wüste. Im Folgenden Informationen und Links zu ein paar Aktionen und Protestadressen in Österreich.
Inhalt:
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Proteste gegen den Tod an der Grenze und in der Wüste
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Online-Proteste
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Auslandsvertretungen von Marokko in Österreich
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Auslandsvertretungen von Spanien in Österreich
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Demonstration am 9. Oktober 2005 in Madrid - gegen die Deporationen in die Wüste.
Proteste gegen den Tod an der Grenze und in der Wüste
Die Proteste gegen die Festung EUropa rund um Ceuta und Melilla dauern schon lange an. Immer wieder versuchen Leute, die Zäune zu überwinden, die spanisches von marokkanischem Staatsgebiet trennen. In den letzten Monate fanden immer wieder Solidaritätskundgebungen statt. So rund um das
Gipfeltreffen zwischen Spanien und Marokko in Córdoba und Sevilla. (Mehr dazu in spanisch auf
estrecho.indymedia.org.
Rund um dieses Gipfeltreffen kamen immer mehr Meldungen in die Medien, die von Misshandlungen und Toten berichteten. Sowohl Spanien als auch Marokko versuchten die MigrantInnen für die Durchsetzung ihrer Ziele zu instrumentalisieren. Die Medien berichteten mehr und mehr über ein Thema, das nicht so neu ist. Denn schon seit Jahren ist bekannt, dass an der Grenze zwischen Spanien und Marokko zahlreiche Menschen sterben (
wie an Grenzen allgemein!).
Von 17. und 26. Juni 2005 trafen sich über 500 AktivistInnen und KünstlerInnen an der Südgrenze Europas, um im Rahmen eines noborder-Camps mit recyceltem Militärgerät eine "zivilstrategische Gegenbeobachtung" der Meerenge
zwischen Tarifa und Tanger zu entwickeln. (
siehe auch fadaiat.net)
Von 29. Septebmer bis 2. Oktober trafen sich AktivistInnen aus Marokko und Andalusien unter dem Motto
Für Migration und Menschenrechte zu einer Konferenz und Protesten in Larache, wo als Reaktion auf die Ereingnisse in Ceuta und Melilla die
Deklaration von Larache verabschiedet wurde. Infos dazu auf der Seite der
Asociación Pro Derechos Humanos de Andalucía (es). Diese Deklaration richtet sich an alle Personen und Gruppen in Europa, mit dem Ziel, die Ereignisse in den nationalen Parlamenten zu thematisieren und ein Umdenken einzuleiten. Es wurde klar gestellt, dass sich Europa der Verantwortung in grundsätzlichen Problemen nicht entziehen kann. Denn viele der MigrantInnen, die bis nach Marokko kommen, um von dort die Weiterreise in die reiche EU anzutreten, haben oft einen weiten Weg hinter sich gelassen. Wer es bis hierher geschafft hat, gibt nicht auf und kehrt einfach um. Sie sitzen oft lange Zeit fest und sind permanenten
Übergriffen durch Polizei und Militär sowohl aus Marokko als auch aus Spanien ausgesetzt. Da die EU die leglen Wege zur Einreise mehr und mehr versperrt, sind sie gezwungen, gefährliche Wege zu gehen, um der Armut in Afrika zu entkommen. Empfohlen wird in der Deklaration weiters, dermaßen viel Geld nicht für die militärische Sicherung der Grenzen aufzuwenden, sondern für Schludenerlass, friedliche Zusammenarbeit und Strukturentwicklungen im Sinne der afrikanischen Bevölkerung. Die Deklaration endet mit einem Appell für Demokratisierung und ein Ende der Gewalt, die zahlreiche afrikanische Länder zerstört und ausbeutet. (
Bericht aus Larache (es))
Unmittelbar nach den Ereignissen von Ende September kam es zu einigen Solidaritätsbekundungen in Spanien und vor spanischen und marokkanischen Botschaften in Europa, wie z.B. in
Paris.
Nachdem sich die Lage durch die
Deportationen in die Wüste verstärfte, wurden von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder amnesty international Appelle an verschiedenste PolitikerInnen verfasst und die Regierungen aufgefordert, ihre Politik zu ändern.
Die marokkanischen Organisation
Demokratischer Weg sprach sich u.a. gegen die Verwandlung von Marokko in einen Söldnerstaat aus (
Aufruf (de/fr) als pdf).
Weitere Proteste fanden z.B. am Sa, 8. Okt 2005 vor der spanischen Botschaft in Brüssel statt (
Bericht (en) |
Bilder).
Am So, 9. Okt 2005, kam es zu Protesten in Sevilla (
Infos (es) |
Bilder).
Am So, 9. Okt 2005, beteiligten sich in Madrid an die 500 Personen an einer spontanen Demonstration gegen die Deporationen in die Wüste zwischen Marokko und Algerien und gegen die Politik der spanischen Regierung und deren Präsidenten Zapatero. Die AktivistInnen kamen mit Kerzen, Plakaten, symbolischen Stühlen und Teilen eines eisernen Tores (
Bericht (es) und Bilder).
Die Proteste gehen weiter: Eine Verbesserung der Lage ist trotz des Ausmaßes, das die Menschenrechtsverletzungen an der
Festung EUropa bisher auslösten, derzeit nicht in Sicht. Für die kommenden Tage sind Proteste in Barcelona, Sevilla, Frankfurt/Main, Hannover, Hamburg, Paris usw. angekündigt. Genauere Infos dazu finden sich auf den lokalen Indymedia-Seiten (siehe linke Spalte) und bei antirasisstischen Initiativen.
Einen relativ guten Überblick über die Ereignisse bietet der Text zur
Situation an der Suedgrenze der Festung Europa (vom 07 Okt 2005) und weitere Berichte samt zahlreicher Hintergrundinformationen in der
hier verlinkten Linksammlung ...
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Kundgebung vor der spanischen Botschaft in Brüssel am 8. Oktober 2005.
Online-Proteste
Die Menschenrechtsorganisation
Asociación Pro Derechos Humanos de Andalucía hat ein online-Protestschreiben eingerichte:
Firma el Manifiesto de Larache
Ein Protestbrief gegen die Abschiebung von MigrantInnen in Wuestengebiet (de/en/es/fr) an EU-PolitikerInnen (mit einigen e-mail Adressen und Telnummern) findet sich auf de, en, es und fr
hier und als
pdf.
Auch amnesty international startete eine "urgent action". Die Protestbriefvorlagen finden sich
hier.
Auslandsvertretungen von Marokko in Österreich
Botschaft des Königreiches Marokko
S.E. Herr Dr. Omar Zniber, ao. u. bev. Botschafter
Opernring 3-5, 1010 Wien
Tel: ( 43 / 1) 586 66 50, 586 66 51
Fax: ( 43 / 1) 586 76 67
E-Mail: emb-pmissionvienna@morocco.at
Amtsbereich: Österreich, Slowenien, Slowakische Republik
Honorarkonsulat von Marokko
Sterneckstraße 55, 5020 Salzburg
Tel: ( 43 / (0) 662) 87 53 14-0
Fax: ( 43 / (0) 662) 87 53 14-23
E-Mail: geometer@fleischmann.co.at
Internet:
www.fleischmann.co.at
Auslandsvertretungen von Spanien in Österreich
Botschaft des Königreiches Spanien
S.E. Herr Juan Manuel DE BARANDICA Y LUXÁN, vao. u. bev. Botschafter
Argentinierstraße 34, 1040 Wien
Tel: ( 43 / 1) 505 57 88
Fax: ( 43 / 1) 505 57 88 25
E-Mail: embespat@mail.mae.es
Internet: Internet: http://www.embesp-at.org
Notrufnummer: ( 43 / (0) 664) 120 32 96
Handelsabteilung der Botschaft des Königreiches Spanien
Stubenring 16/1. Stock, Postfach 604, 1011 Wien
Tel: ( 43 / 1) 513 39 33, 513 39 34
Fax: ( 43 / 1) 513 81 47
Kulturinstitut "Instituto Cervantes" des Königreiches Spanien in Wien
Goldeggasse 2, 1040 Wien
Tel: ( 43 / 1) 505 25 35
Fax: ( 43 / 1) 505 25 35 18
E-Mail: ic.viena@cervantes.at
Fremdenverkehrsamt des Königreiches Spanien in Wien
Walfischgasse 8/14, 1010 Wien
Tel: ( 43 / 1) 512 95 80
Fax: ( 43 / 1) 512 95 81
Honorarkonsulat des Königreiches Spanien
Wimmatweg 4, 6830 Rankweil
Tel: ( 43 / (0) 5522) 423 59
Fax: ( 43 / (0) 5522) 423 59
Honorarkonsulat des Königreiches Spanien
Münzgrabengürtel 15/6/20, 8010 Graz
Tel: ( 43 / (0) 316) 84 96 34
Fax: ( 43 / (0) 316) 84 96 34
Honorarkonsulat des Königreiches Spaniens
Arbeitergasse 26, 3108 St. Pölten
Tel: ( 43 / (0) 664) 506 19 00
E-Mail: w.kristof@gmx.at
Notrufnummer: ( 43 / (0) 664) 506 19 00
Honorarkonsulat des Königreiches Spanien
Hof 54, 5302 Henndorf
Tel: ( 43 / (0) 6214) 602 60
Fax: ( 43 / (0) 6214) 6105 - 81
E-Mail: cati.hofmann@gutaltentann.com
Notrufnummer: ( 43 / (0) 664) 130 42 53
Honorarkonsulat des Königreiches Spanien
Wiener Strasse 48 c/o Zürich Versicherungs-AG, 4020 Linz
Tel: ( 43 / (0) 732) 6952-370
Fax: ( 43 / (0) 732) 6952-600
Permanent Mission of the Kingdom of Spain to the International Organizations in Vienna
Argentinierstrasse 34/4. Stock, 1040 Wien
Telephone: Tel: ( 43 / 1) 535 98 84
Fax: ( 43 / 1) 532 56 30
E-mail: rep.vienaonu@mae.es
Genauere Informationen, wie Öffnungszeiten, Namen der BotschaftsmitarbeiterInnen uws. finden sich auf den Seiten des österreichischen Außenministeriums: bmaa.gv.at und der spanischen Botschaft:
www.embesp-at.org.
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Demonstration gegen das Gipfeltreffen zwischen Spanien und Marokko vom 27. bis 29. September 2005.