Am Samstag, den 13.8.05 versammelten sich einige Antifas am Bregenzer Hafen, um ein Ausflugsschiff vom SDV „gebührend“ zu empfangen.
Am Samstag, den 13.8.05 versammelten sich einige Antifas am Bregenzer Hafen, um ein Ausflugsschiff vom SDV „gebührend“ zu empfangen.
Das Schiff kam mit einer halben Stunde Verspätung in Bregenz an, da die völkischen Rassisten schon am Abfahrtsort in Überlingen von Antifas gestört wurden.
Etwa 150 SDVlerInnen und SympathisantInnen, darunter ua. der Nazibarde und Liedermacher Frank Rennicke, der Bundesvorsitzende der NPD Udo Voigt mit Familie sowie der Nazianwalt und Anmelder des Rudolf-Hess-Gedenkmarsches in Wunsiedel Jürgen Rieger (mehr Infos dazu:
/ www.ns-verherrlichung-stoppen.tk) wurden mit Sprechchören und einem Transparent („Faschisten versenken“) begrüßt.
Vom ewiggestrigen Opa über Stiefelnazis bis hin zu Nazi-Grufties und Familien war alles anzutreffen was sich so im braunen Sumpf suhlt.
Vereinzelte fielen durch T-Shirts mit Aufdrucken wie „Nationaler Widerstand“ oder „Combat 18“ (Terrorarm von Blood and Honour) auf, aber die meisten waren nicht wirklich von Touristen zu unterscheiden. Dies erschwerte die Antifaarbeit um einiges, da sich die braune Reisegruppe nach ihrer Ankunft im Hafen verstreute. Einige fuhren mit der Bahn auf den Pfänder, andere spazierten am See.
Die Polizei war während des „Empfangs“ mit 4 Autos im Einsatz, blieb aber sehr zurückhaltend mit Ausnahme von Personenkontrollen von nichtösterreichischen Antifas.
Sichtlich verärgert bewegte sich der braune Mob zur Pfänderbahn, begleitet von Antifas, Zivis und geschützt von der Polizei, welche dafür sorgte, dass kein Antifa den Rassisten auf den Pfänder folgte.
Ca. 1 Stunde später bequemten sich der braune Mob wieder Richtung Tal, wo er wiederum von Antifas (bewaffnet mit Wasserpistolen) erneut empfangen wurde. Verärgert über die stetige Antifapräsenz begab sich der SDV zum Hafen, wo einige ihrer KameradInnen wieder das Schiff in Richtung ihrer geliebten Heimat betraten. Ein anderer Teil jedoch hatte scheinbar beschlossen mit dem Bus ins Vaterlande zurückzukehren. Zu diesem Zweck gingen sie wieder in Richtung Pfänderbahn, wo sie abgeholt werden sollten. Auch hier waren weiterhin einige Antifas präsent, die Polizei verhinderte aber eine Auseinandersetzung.
Die Antifas beschränkten ihr Tun weitgehend aufs Filmen und wurde in Folge in einige recht nervenaufreibende Diskussionen verwickelt. Unter anderem mit einem deutschen Professor, der die Antifas von der gesellschaftlichen Rückkehr zum nationalen Denken überzeugen wollte.
Die genervte Polizei war trotz mehrmaligem Hinweis auf vermeintlich verbotene Symbole vor allem damit beschäftigt, sich über ihre Überstunden zu ärgern.
Positiv zu bewerten ist auf jeden Fall, dass für den SDV nichts aus dem gemütlichen Ausflug wurde.
Als großen Kritikpunkt muss aber auf alle Fälle noch die geringe Beteiligung an den Protesten angeführt werden. Es ist schon verwunderlich, dass es diverse „Antifagruppen“ nicht schaffen auf so eine, einen Monat im Vorraus bekannt gewordene Veranstaltung zu reagieren. Viel mehr glänzten sie durch Abwesenheit.
FaschistInnen versenken
Den braunen Sumpf trocken legen.
Infos und Flugblatt der Antifa Ravensburg:
/ www.geocities.com/CapitolHill/senate/5214