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Antisexismus

frauenlesbentransgenderdemo gegen gewalt an frauen 25.11.04

25. november, internationaler tag gegen gewalt an frauen, kalt wars hier in wien, "wir sind frauen wir sind viele und wir haben die schnauze voll", wir waren zwar auch schon mal mehr, aber deswegen nicht weniger leise, "feuer und flamme dem patriarchat..."
bei der anfangskundgebung beim NIG gab es grussbotschaften des frauennotrufs, der ekhausfrauen, einen beitrag von lefö und eine lautstarke forderung für die freilassung einer frau aus der schubhaft
woraufhin die frauenlesbentransgenderdemo aufgrund dieses sehr akuten anlasses zur rossauerlände zog und anschliessend mit trommelwirbel zum schwedenplatz.
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gewalt gegen frauen in wien

Seit einem Jahr betreue ich Afrikanerinnen, die bei Frau Ute Bock
wohnen. Eine dieser Frauen sitzt seit 5 Tagen in Schubhaft obwohl sie sich vor ca. 14 Tagen einer schweren Operation unterziehen musste. Wir wurden zwar bei der Caritas gewarnt, daß bei Zustimmung einer Annahme der Sozialversicherung für sie die Gefahr besteht, von der Fremdenpolizei abgeholt zu werden. Alle Daten von versicherten Flüchtlingen werden an die Fremdenpolizei weitergegeben. Sie kam 2001 nach Österreich. Die Begründung für ihr Asylansuchen war, so wie in unzähligen anderen Fällen,die Zwangsheirat mit Gewaltfolgen und Morddrohungen. Aus dieser Zeit stammen auch mehrere Narben und eine Schusswunde (vom Ger.med. bestätigt). Der Antrag wurde abgelehnt. Es folgte Aufenhaltsverbot. Ein Jahr später erkrankte sie und wurde 1 ½ Jahre falsch behandelt (ist zu beweisen). Erst als mir ihr zu häufiges erkranken aufgefallen ist, sind wir gemeinsam zum empfohlenen Arzt gegangen. Diagnose: schweres Asthma.
Kurze Zeit später die nächste schlimme Diagnose: dringend notwendige
OP an der Gebärmutter. Wir wussten, daß durch eine OP die Gefahr besteht, von der Fremdenpolizei ins Visier genommen zu werden.
Nach nochmaligen genauen Untersuchungen bei einer Frauenärztin stand
fest, daß sie operiert werden mußte.

Sie nahm Ressourcen in Anspruch und jetzt bekommt sie Sanktionen
spüren. Meine Sorge ist, das ihr im Gefängnis etwas zustoßen kann. Sie hat eine 20cm große, frische Narbe. Letzte Woche am Donnerstag war ich sie im Spital besuchen. Es ging ihr nicht besonders gut. Sie hatte Schmerzen und konnte nur mit fremder Hilfe gehen.
Ich habe große Angst, daß sie im Gefängnis sterben wird. Eine
Abschiebung würde sie auch nicht überleben.



Anwalt ist eingeschalten
Sofortige Legalisierung aller Papierlosen!!!



demo aufruf:
Nächsten Donnerstag 25.11. gibts um 16.30h (Treffpunkt Uni-Rampe)
eine Demo zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Am Abend Filmprogramm um 20h im NIG HS 3. www.oeh.ac.at//fem
Gewalt gegen Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender beginnt mit der Angst beim nach Hause gehen in der Nacht; mit den Pfiffen auf der Strasse. Gewalt ist die Frage nach dem Kinderwunsch beim Vorstellungsgespräch.
Gewalt ist der Zwang sich nach gewissen Vorstellungen kleiden zu müssen.
Gewalt ist die Einkommensschere zwischen Frauen und Männer.
Gewalt ist die Frau nicht zu Wort kommen zu lassen.

Bei Gewalt gegen Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender handelt es sich also um einen Übergriff auf die persönliche Integrität von Frauen/Mädchen/ Lesben/Transgender und die Missachtung ihrer Grenzen.

Gewalt findet in einem System statt, das Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender strukturell benachteiligt und ihnen die Macht über sich selbst entzieht. Gewalt hält das System, welches von Männern für Männer geschaffen wurde aufrecht. Gewalt hat System.

Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender sind mit psychischer, physischer, sexueller, ökonomischer und struktureller Gewalt konfrontiert.
Die Arbeit von Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender wird marginalisiert und abgewertet. Sie werden auf Mutterrolle und Haushalt reduziert. Die aktuelle konservative Familienpolitik drängt Frauen auch in Öster­reich vermehrt an den Herd. Die Aushöhlung von ArbeiterInnenrechten trifft wieder v.a. Frauen/Mädchen/ Lesben/Transgender. Diese Verschärfung der ökonomischen Situation zeigt sich auch in der Streichung von Subventionen für Frauen/Mädchen/Lesben/Transgenderinitiativen, was eine substantielle Gefährdung von Frauen/Mädchen/Lesben/Transgenderräumen und Frauenhäusern bedeutet.

Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender sind mit sexueller Gewalt konfrontiert.
Sexuelle Gewalt ist ein besonderes Merkmal dafür, wie sehr Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender die Verfügungs- und Definitionsmacht über den eigenen Körper, und das was mit ihm geschieht, entrissen wird. Auch die Reduzierung der Frau auf ein Sexobjekt ist sexuelle Gewalt.

Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender sind mit heterosexueller und homophober Gewalt konfrontiert.
Die heterosexuelle Zweierbeziehung gilt als gesellschaftliche Norm. Lesbischeund transgender Lebens­weisen werden nicht anerkannt. Lesben und Transgender werden strukturell diskriminiert und Übergriffen ausgesetzt.

Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender sind mit rassistischer Gewalt konfrontiert.
Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender, die nicht der Norm einer Mehrheitsösterreicherin entsprechen, sind ständig mit rassistischen Übergriffen konfrontiert. Viele Migrantinnen haben in Österreich keine eigenstän­dige Aufenthaltsbewilligung: Abhängigkeit von Ehemännern und Vätern wird verstärkt. Aufgrund der ras­sistischen Gesetzgebung können Migrantinnen oft nicht eigenständig erwerbstätig sein. Durch die Illega­lisierung von Menschen werden v.a. auch viele Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender von öffentlichen Leistungen und Schutz ausgeschlossen.

Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender sind mit Gewalt konfrontiert, wenn sie als behindert klassifiziert werden.
Sie können oft nicht selbst über ihr Leben bestimmen. Sie werden entmündigt und sind häufiger sexueller Gewalt ausgesetzt.

Wir sind gegen Gewalt an Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender!
Gemeinsam wehren wir uns gegen Gewalt an Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender!
Wir fordern:
- Selbstbestimmungsrecht von Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender!
- Die Anerkennung und Einhaltung unserer Grenzen
- Solidarität unter Frauen/Mädchen/Lesben/Transgender!

KAMPF DEM SEXISMUS
IM ALLTAG UND IM STAAT!!!

Unterstützerinnen:
Frauenreferat ÖH Bundesvertretung, Frauenreferat ÖH Uni Wien,
Frauenreferat ÖH Angewandte Kunst Wien, Frauen/Lesben der RAW,
Frauen Fakultätsvertretung HuS, LIAB-Frauen, BAGRU Nawi Frauen, GRAS Frauen, KSV Frauen VSStÖ Frauen, uvm.
 
 

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