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G8 Rostock: Fotoreportage Antirassismus Demo

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5.6.2007., 11:30

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Schon am Weg zum Kundgebungsort hielt die Polizei einzelne Gruppen von DemonstrantInnen auf und versuchte (in diesem Fall erfolglos) Vorkontrollen durchzuführen.

Mitglieder der Clownsarmy hatten, im Gegensatz zu ihren ernsten KollegInnen, von Anfang an großen Spass.

Mit äußerster Penetranz provozieren die Clowns die Polizisten zu unüberlegten Aktionen.

Mit Fadenscheinigen Begründungen schikanierte die Einsatzleitung der Polizei von Anfang an die Demo. Es vergingen mehr als 4 Stunden bis es überhaupt erstmal losgehen konnte. Schon während der Auftaktkundgebung fuhr die Polizei Wasserwerfer auf.

Die DemonstrantInnen warteten geduldig, unbeeindruckt von den permanenten Provokationen der Polizei. Schlussendlich ließ sich diese ein paar kreative Bedingungen einfallen, die Voraussetzung für die Durchführung der Demo sein sollten:

Zum Beispiel durften TeilnehmerInnen der Kundgebung keine Äxte oder Beile (sic!) sowie Pflastersteine mitführen. Wer hätte das gedacht? Nachdem glücklicherweise niemand Äxte oder Beile dabei hatte konnte es also endlich losgehen....

... gefolgt von der Deeskalationsstrategie der Polizei.

Am hinteren Rand der Demo fanden sich bald zahlreiche RadlerInnen ein die das Nachrücken der Polizei durch kreative Formationsfahrten und unglückliche Pannen behinderten.

Immer wieder wurde die Demo von der Polizei gestoppt. Anfangs mit der Behauptung, es befänden sich 2000 gewaltbereite, teils vermummte Autonome in der Demo. Als das immer unhaltbarer wurde wechselte die Polizei die Strategie und...

... verwehrte der Demo in der Parkstraße entgültig das Weitergehen mit der Begründung, es seien zu viele DemonstrantInnen anwesend um die angemeldete Route weiterzugehen. Die Polizei wollte offenbar verhindern, dass die laute und kraftvolle Demo ...

... durch die Innenstadt gehen konnte. Relativ schnell tauchten die ersten Hundertschaften schwarz vermummter und schwer bewaffneter Prügelbullen auf. Diese postierten sich provokativ vor allem in nächster Nähe der Demo und der Eisenbahngleise.

Der Durchgang zur Innenstadt wurde mit Fahrzeugen blockiert. Wasserwerfer und Räumpanzer warteten vor und hinter der Demo auf ihren Einsatz

Trotz allem blieb die Stimmung gut. Im Bild die Clownarmy bei einer Übung. Im Hintergrund findet gerade die spontane Pressekonferenz der Demoleitung statt auf der die Auflösung der Demo aufgrund der Nichtdurchführbarkeit der geplanten Route bekannt ...

... gegeben wird. Sogar der Einsatzleiter der Polizei räumt ein Befehle der Versammlungsbehörde zu befolgen die er angesichts der friedlichen Demo nicht verstehe.

Nach der offiziellen Auflösung der Demo beginnen die Leute in kleinen und großen Gruppen unkoordiniert richtung Hafen zu strömen, wo die Abschlusskundgebung schon längst hätte beginnen sollen. Auf dem Weg dorthin bilden sich mehrere spontante Demos...

... welche bis zur Anmeldung und Genehmigung einer Spontandemo von der Polizei verfolgt und behindert werden.

Als in der Kröpeliner-Tor Vorstadt plötzlich aus dem Nichts ein Truck mit Soundsystem auftaucht tanzt die Menge enthusiastisch ...

... den restlichen Weg bis zum Hafen.

Unter bösen Blicken der offensichtlich unzufriedenen Polizei kamen die Reste der Demo gut am Hafen an wo schon das abendliche Kulturprogramm gestartet war.

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